In’s Sonnenstudio? Nein, danke.

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Die Zahl derer, die regelmäßig ins Sonnenstudio zum Bräunen gehen, hat in Deutschland rapide abgenommen. Die Haut wird’s danken.

Es ist wohl einfach nicht mehr hip, ins Sonnenstudio zu gehen und sich unter der künstlichen Sonne zu bräunen. Jedenfalls legen das neueste Zahlen einer Studie deutscher Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of the European Academy of Dermatology and Venerology nahe. Demnach ist hierzulande die Häufigkeit von Sonnenstudiobesuchen innerhalb der letzten zehn Jahre um 85 Prozent zurückgegangen.

Schon lange ist bekannt, dass künstliches UV-Licht ebenso wie das natürliche ein Risiko für Hautkrebs birgt. Die Strahlung kann, im Übermaß genossen, irreparable Schäden an den Hautzellen und damit langfristig Krebs verursachen. Aus diesem Grund wurde der Besuch von Solarien in Deutschland auf Personen ab 18 Jahren reguliert, Kampagnen sollten über das Hautkrebsrisiko aufklären.

Nun untersuchten die Forscher die Entwicklung der letzten Jahre. Während im Jahr 2001 von 155.679 Befragten noch elf Prozent regelmäßig ein Sonnenstudio aufgesucht hatten, waren es im Jahr 2015 nur noch 1,6 Prozent. Frauen gingen nach wie vor signifikant häufiger ins Sonnenstudio als Männer, ebenso jüngere Menschen häufiger als ältere und Personen mit dunklerem Hauttyp (Typ II und III) häufiger als Personen mit hellerem Hauttyp (Typ I). Ein besonders starker Rückgang war nach 2009 zu verzeichnen – in der Zeit, nachdem der Sonnenstudiobesuch für unter 18-Jährige verboten worden war und in der das Hautkrebsscreeningprogramm in Deutschland startete, in dessen Rahmen auch über die Gefahren von natürlichem und künstlichem Sonnenlicht aufgeklärt wird.

Die Studienautoren gehen davon aus, dass unter anderem die verstärkte Aufklärung der Öffentlichkeit über den Zusammenhang von UV-Licht und Hautkrebs dazu beigetragen hat, dass die allgemeine Neigung, sich im Sonnenstudio zu bräunen, abgenommen hat.

 

Quelle:

Augustin M et al. Decreasing sunbed use in the German population between 2001 and 2015: survey in 155 679 working persons. Journal of the European Academy of Dermatology and Venerology, Onlinevorabveröffentlichung 4. März 2019, https://doi.org/10.1111/jdv.15309

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 15.09.2019 21:08