Informationen für Krebspatienten zur Corona-Krankheit

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Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie veröffentlicht spezielle Informationen für Krebspatienten.

Krebspatienten gelten bei der derzeit bestehenden Pandemie mit der Coronavirus-Krankheit 2019 (COVID-19) als besonders gefährdet. Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO) hat aktuelle Informationen für Krebspatienten bereitgestellt. Die allgemein empfohlenen Schutzmaßnahmen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) gelten demnach in besonderem Maße für Krebspatienten.

Das Immunsystem von Krebspatienten ist oftmals geschwächt, entweder als direkte Folge der Erkrankung etwa bei aktiven Leukämien oder Lymphomen oder aufgrund einer therapeutisch bedingten Unterdrückung bei beispielsweise Stammzelltransplantation, Chemo- oder Kortisontherapie. Deshalb gelten die allgemein empfohlenen Maßnahmen zum Schutz vor einer Infektion mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 für Krebspatienten in besonderem Maße. Dies beinhaltet, alle sozialen Kontakte weitestgehend einzuschränken, zu Hause zu bleiben, beim Verlassen der Wohnung Abstand zu anderen zu halten. Wenn Krankheitszeichen wie Husten oder Fieber auftreten, sollte sofort telefonisch oder elektronisch Kontakt mit dem Arzt oder einem Krankenhaus aufgenommen werden, um die Situation zu schildern. 

Erhöhte Körpertemperatur und Husten sind die häufigsten Symptome, aber auch Schnupfen, Halsschmerzen und Durchfall können zum Beispiel auftreten. Die Zeit von der Ansteckung bis zu den ersten Krankheitszeichen beträgt im Durchschnitt vier Tage. Während eine Virusgrippe (Influenza) meist schon zu Beginn mit schweren Symptomen einhergeht, erreicht COVID-19 den Höhepunkt oft erst in der zweiten Woche. Bei vielen Patienten verläuft die Infektion mild, jedoch kann sie zu schweren Komplikationen mit zunehmender Luftnot und Lungenentzündung führen. 

Auch wenn Krebspatienten besonders gefährdet für eine Ansteckung sind, sollten sie keinesfalls einfach auf die lebensnotwendigen Krebstherapien verzichten. Nur die ausführliche Beratung mit den behandelnden Ärzten kann Klarheit darüber bringen, ob eine Krebstherapie dringend geboten ist oder womöglich für eine Weile hinausgeschoben werden kann. 

 

Quelle:

Informationen der DGHO für Krebspatienten vom 18. März 2020:

https://www.dgho.de/publikationen/stellungnahmen/gute-aerztliche-praxis/coronavirus/covid-19-krebspatienten-20200318.pdf

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 22.10.2020 16:24