Immuntherapien bei fortgeschrittenem malignem Melanom in der Weiterentwicklung

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Ein neuer Checkpointangriffspunkt verspricht eine Steigerung der Therapiewirksamkeit.

Dank der Einführung neuartiger Immuntherapien mit sogenannten Checkpointblockern, die bestimmte Signalwege unterbrechen und dadurch die Immunantwort gegen die Krebszellen aktivieren, hat sich die Therapie bei fortgeschrittenem schwarzem Hautkrebs in den vergangenen Jahren erheblich verbessert. Nun präsentierten Wissenschaftler auf der diesjährigen Tagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) einen neuen derartigen Checkpointblocker - einen Antikörper, der sich gegen das Lymphozyten-Aktivations-Gen 3 (LAG-3) richtet und in Kombination mit einem bereits bewährten PD1-Blocker offenbar gute Behandlungsergebnisse bei akzeptabler Verträglichkeit erzielen kann.

An der Studie nahmen 714 Patienten teil, bei denen ein fortgeschrittenes malignes Melanom diagnostiziert worden war. Sie erhielten entweder eine Kombination aus LAG-3- und PD1-Blocker oder den PD1-Blocker allein. Durch die Kombinationstherapie konnte die Krankheit länger aufgehalten werden: Das Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt, verlängerte sich gegenüber der alleinigen Therapie mit dem PD1-Blocker signifikant. Dabei traten zwar mehr Nebenwirkungen als unter der Einzelimmuntherapie auf, jedoch waren die Nebenwirkungen nach Angabe der Studienautoren weitgehend gut beherrschbar.

Damit, so die Forscher, stehe künftig bei Patienten mit fortgeschrittenem malignem Melanom womöglich eine weitere Therapieoption zur Verfügung.

 

Quelle:

Lipson EJ et al. Relatlimab (RELA) plus nivolumab (NIVO) versus NIVO in first-line advanced melanoma: Primary phase III results from RELATIVITY-047 (CA224-047). Journal of Clinical Oncology 39, 2021 (suppl 15; abstr 9503); ASCO 2021

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 26.07.2021 17:40