Immuntherapie nach Chemostrahlentherapie bei nicht-operablem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs

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Kann sich langfristig auszahlen.

Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs im Stadium III, bei denen eine Operation nicht in Frage kommt, können langfristig davon profitieren, wenn sie nach einer Chemostrahlentherapie eine Immuntherapie mit dem Checkpoint-PD-L1-Blocker Durvalumab erhalten. Dies wurde auf der Jahrestagung der Amerikanischen Gesellschaft für Onkologie (ASCO) berichtet.

In der Phase III-PACIFIC-Studie erhielten 709 Patienten zunächst mindestens zwei Zyklen platinbasierter Chemostrahlentherapie. Wenn sie auf die Behandlung ansprachen, und die Krankheit zunächst nicht weiter voranschritt, erhielten sie anschließend bis zu zwölf Monate lang entweder eine Immuntherapie mit dem Antikörper Durvalumab oder ein Scheinmedikament (Placebo). Der PD-L1-Checkpointblocker Durvalumab hindert die Krebszellen daran, sich der natürlichen Abwehr zu entziehen. 

Die Immuntherapie zahlte sich aus: Die Gesamtüberlebensraten nach einem, zwei und drei Jahren waren jeweils signifikant besser als in der Placebogruppe. Während in der Placebogruppe nach rund 29 Monaten die Hälfte der Patienten verstorben war, wurde dieser Wert des medianen Gesamtüberlebens in der Durvalumabgruppe bislang noch nicht erreicht, waren also bei der letzten Datenauswertung nach drei Jahren noch immer mehr als die Hälfte der Patienten am Leben. 

Nach Ansicht der Experten zeige die Studie, dass die Immuntherapie mit Durvalumab nach Chemostrahlentherapie Patienten mit nicht-operablem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs langfristig gute Überlebensvorteile bringen könne und als Standardbehandlung für diese Patientengruppe etabliert werden müsse.

 

Quelle:

Gray JE et al. Three-year overall survival update from the PACIFIC trial. J Clin Oncol 37, 2019 (suppl; abstr 8526)

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 15.09.2019 21:08