Immuntherapie: (K)eine Frage des Alters?

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Die Immuntherapie kann bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen offenbar unabhängig vom Lebensalter gut wirken.

Neuartige Immuntherapien mit sogenannten Checkpointblockern haben die Überlebensaussichten von Patienten bei diversen Krebsarten im fortgeschrittenen Stadium verbessert. Auch ältere Patienten können davon profitieren, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Acta Oncologica berichteten.

In der systematischen zusammenfassenden Untersuchung analysierten die Forscher die Ergebnisse von 24 publizierten Studien mit insgesamt 8.157 jüngeren und 6.104 älteren Patienten (bis 65 Jahre), die zum Beispiel an malignem Melanom, Lungen- oder Magenkrebs erkrankt waren und mit Checkpointblockern behandelt wurden. Wie sich herausstellte, wurden bei den älteren und jüngeren Patienten vergleichbare Ergebnisse hinsichtlich der Überlebenszeiten erzielt: Bei PD-1- und PD-L1-Hemmern gab es keine Unterschiede, bei CTLA4-Hemmern hatten die älteren Patienten gegenüber den jüngeren sogar leichte Vorteile.

Offenbar, so die Schlussfolgerung der Studienautoren, sei die Wirksamkeit von Immuncheckpointblockern generell nicht altersabhängig. Die Immuntherapie mit Checkpointblockern zielt darauf ab, die körpereigene Abwehr gegen die Krebszellen zu aktivieren.

 

Quelle:

Ninomiya K et al. Influence of age on the efficacy of immune checkpoint inhibitors in advanced cancers: a systematic review and meta-analysis. Acta Oncologica, Onlinevorabveröffentlichung am 29. November 2019, https://doi.org/10.1080/0284186X.2019.1695062

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 22.10.2020 16:24