Immuntherapie in der Zweitbehandlung bei Speiseröhrenkrebs

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Patienten mit fortgeschrittenem Speiseröhrenkrebs können unter bestimmten Umständen von einer Immuntherapie in der Zweitbehandlung profitieren. 

Wenn lokal fortgeschrittener oder metastasierter Speiseröhrenkrebs nach einer Therapie weiter voranschreitet, kann sich unter Umständen eine Immuntherapie mit einem PD-1-Blocker lohnen. Das geht aus den Ergebnissen der KEYNOTE-181-Phase III-Studie hervor, die kürzlich in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology präsentiert wurden.

In dieser Studie erhielten Patienten mit fortgeschrittenem Plattenepithelkarzinom oder Adenokarzinom der Speiseröhre, bei denen der Tumor nach einer ersten Therapie weiter voranschritt, entweder eine Immuntherapie mit einem Checkpoint-PD-1-Blocker oder eine Chemotherapie. Die Immuntherapie wurde alle drei Wochen maximal zwei Jahre lang durchgeführt.

Unter der Immuntherapie zeigte sich im Vergleich zur Chemotherapie ein verlängertes Gesamtüberleben. Dies galt für Patienten, bei denen der Tumor PD-L1 bildete. Auch die Ansprechrate war bei diesen Patienten höher als unter der Chemotherapie. Desweiteren erwies sich die Immuntherapie als besser verträglich – die Zahl schwerer Nebenwirkungen Grad 3-5 war niedriger als unter der Chemotherapie.

Offenbar, so das Fazit der Studienautoren, könne eine Immuntherapie mit einem PD-1-Blocker in der Zweitlinientherapie bei Patienten mit fortgeschrittenem Speiseröhrenkrebs, der PD-L1 bildet, die Überlebensaussichten verbessern.

 

Quelle:

Kojima T et al. Randomized Phase III KEYNOTE-181 Study of Pembrolizumab Versus Chemotherapy in Advanced Esophageal Cancer. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 7. Oktober 2020, DOI https://doi.org/10.1200/JCO.20.01888

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 04.12.2020 14:45