Immuntherapie bei Speiseröhrenkrebs

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Eine Kombination von Immun- und Chemotherapie kann bei Speiseröhrenkrebs unter Umständen zu besseren Behandlungsergebnissen führen.

Bei Patienten mit fortgeschrittenem oder bereits metastasiertem Plattenepithelkarzinom der Speiseröhre können sich die Überlebensaussichten verbessern, wenn sie in der Erstbehandlung eine Immuntherapie mit einem Checkpoint-PD1-Hemmer plus Chemotherapie erhalten. Darüber berichteten Wissenschaftler aus China in der Fachzeitschrift JAMA.

Die Chemotherapie ist bei Patienten mit Speiseröhrenkrebs, der bereits lokal fortgeschritten ist oder sich mit Metastasen in andere Organe ausgebreitet hat, in der Erstbehandlung Standard. Jedoch kommt es bei vielen Patienten anschließend zum Rückfall, die Prognose ist eher ungünstig. An der aktuellen Studie nahmen 596 Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem Speiseröhrenkrebs teil. Sie erhielten in bis zu sechs Zyklen eine Chemotherapie in Kombination mit einem PD1-Blocker oder einem Scheinmedikament (Placebo). 

Durch die zusätzliche Gabe des PD1-Blockers verbesserte sich das Gesamtüberleben signifikant. Auch das Risiko dafür, dass der Tumor weiter voranschritt, sank, das Überleben ohne Krankheitsvoranschreiten verbesserte sich.

Damit, so die Studienautoren, habe sich gezeigt, dass Patienten mit fortgeschrittenem Plattenepithelkarzinom der Speiseröhre unter Umständen von einer Kombination von Immun- und Chemotherapie in der Erstbehandlung profitieren können.

 

Quelle:

Luo H et al. Effect of Camrelizumab vs Placebo Added to Chemotherapy on Survival and Progression-Free Survival in Patients With Advanced or Metastatic Esophageal Squamous Cell Carcinoma. The ESCORT-1st Randomized Clinical Trial. JAMA 2021;326(10):916-25

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 26.10.2021 15:59