Immuntherapie bei nicht-operablem Leberkrebs

Nachricht vom 22.12.2021

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Sie kann offenbar die Überlebensaussichten verbessern und ist verträglich.

Eine Immuntherapie mit sogenannten Immuncheckpointblockern in der Erstbehandlung kann das Leben von Patienten mit nicht-operablem Leberkrebs verlängern. Das geht aus den Ergebnissen einer zusammenfassenden Meta-Analyse von drei zum Thema publizierten Studien hervor, die in der Fachzeitschrift JAMA Network Open veröffentlicht wurde.

Die Forscher sichteten insgesamt 1.836 Studien, von denen sie drei auswählten. In ihrer Meta-Analyse werteten sie schlussendlich die Daten von 1.657 Patienten mit nicht-operablem Leberkrebs aus. 985 Patienten erhielten eine Immuntherapie mit Checkpointblockern und 672 eine Standardtherapie mit einem Tyrosinkinasehemmer. In zwei der drei Studien wurde die Immuncheckpointhemmertherapie mit einem einzelnen Wirkstoff durchgeführt, in der dritten Studie wurde sie mit einem Angiogenesehemmer kombiniert.

Im Vergleich zur Standardtherapie ergab sich für die Immuntherapie ein signifikant besseres Gesamtüberleben, ein besseres Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt, und eine höhere Ansprechrate. Auch wenn die Immuntherapie in der Zweitbehandlung durchgeführt wurde, also dann, wenn der Tumor nach einer ersten Therapie weiter voranschritt, waren die Überlebensaussichten verbessert. Außerdem war die Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen Grad 3 oder 4 unter der Immuntherapie geringer als unter der Therapie mit einem Tyrosinkinasehemmer.

In der Erstbehandlung profitieren Patienten mit nicht-operablem Leberkrebs offenbar von einer Immuntherapie mit einem Checkpointblocker, so die Interpretation der Studienautoren. Die Überlebensaussichten verbessern sich, zudem ist die Behandlung verträglicher.

 

Quelle:

Jácome AA et al. Efficacy and Safety Associated With Immune Checkpoint Inhibitors in Unresectable Hepatocellular Carcinoma. A Meta-analysis. JAMA Network Open 2021;4(12):e2136128. doi:10.1001/jamanetworkopen.2021.36128

 

(KvK)

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