Immuntherapie bei malignem Pleuramesotheliom

Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

Eine kombinierte Immuntherapie ist bei nicht-operablem Mesotheliom deutlich erfolgreicher als eine Chemotherapie.

Das maligne Pleuramesotheliom, ein bösartiger Tumor des Brustfells, ist zwar selten, endet aber nicht selten tödlich, weil die derzeit verfügbaren Chemotherapien nur begrenzt wirken. In der CheckMate 743-Studie zeigte sich eine gute Wirksamkeit einer kombinierten Immuntherapie. Das ging aus den Ergebnissen hervor, die in der Fachzeitschrift Lancet veröffentlicht wurden.

An der Phase III-Studie nahmen 605 Patienten ab 18 Jahren an 103 Kliniken in 21 Ländern teil. Sie waren an nicht-operablem Mesotheliom erkrankt und hatten zuvor noch keine Therapie erhalten. Nun wurden sie mit einer kombinierten Immuntherapie mit einem Checkpoint-PD1-Blocker und einem Checkpoint-CTLA4-Blocker oder mit platinbasierter Kombinationschemotherapie behandelt.

Unter der Immuntherapie konnte das Gesamtüberleben signifikant verlängert werden. Das Zwei-Jahres-Gesamtüberleben betrug in der Immuntherapiegruppe 41%, in der Chemotherapiegruppe 27%. Hinsichtlich der Häufigkeit schwerer Nebenwirkungen Grad 3 oder 4 unterschieden sich die Therapiegruppen nicht.

Nach Ansicht der Studienautoren müsse die kombinierte Immuntherapie zur ersten Wahl bei der Behandlung von Patienten mit nicht-operablem Mesotheliom werden, da sie sich gegenüber der Chemotherapie als deutlich überlegen herausgestellt habe.

 

Quelle:

Baas P et al. First-line nivolumab plus ipilimumab in unresectable malignant pleural mesothelioma (CheckMate 743): a multicentre, randomised, open-label, phase 3 trial. Lancet 2021, 397(10272): 375-86

 

(KvK)

Zur Nachrichtenübersichtsseite

 

Zurück

Zuletzt aufgerufen am: 05.12.2021 17:41