Immuntherapie bei fortgeschrittenem Speiseröhrenkrebs

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In manchen Fällen in der Zweittherapie eine wirksame Option.

In bestimmten Fällen kann eine Immuntherapie mit einem Checkpointhemmer die Aussichten für Patienten mit fortgeschrittenem Speiseröhrenkrebs verbessern, wenn die Krankheit trotz einer Chemotherapie weiter voranschreitet. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie, die anlässlich des ASCO 2019 vorgestellt wurde.

Wenn sich Speiseröhrenkrebs bereits in die Lymphknoten und/oder in andere Organe ausgebreitet und Metastasen gebildet hat und trotz einer ersten Chemotherapie weiter voranschreitet, sind die Überlebensaussichten ungünstig. Deshalb ist die Suche nach erfolgreicheren Behandlungsmethoden dringend erforderlich. An der Studie nahmen 628 Patienten mit fortgeschrittenem Speiseröhrenkrebs teil, die nach der Diagnose eine Chemotherapie erhalten hatten. Ihre Krankheit schritt jedoch nach einer gewissen Zeit weiter voran. Nun wurden sie entweder mit dem PD-1-Blocker Pembrolizumab oder mit einer weiteren Chemotherapie behandelt. Wie sich zeigte, profitierten Patienten, deren Krebszellen sowie Immunzellen (Lymphozyten und Makrophagen) viel PD-L1 ausbildeten (PD-L1 CPS ≥ 10), von der Immuntherapie. Im Vergleich zu den mit Chemotherapie Behandelten verlängerte sich ihr Gesamtüberleben signifikant.

Nach Ansicht der Studienautoren könnte die Immuntherapie mit dem PD-1-Blocker Pembrolizumab bei fortgeschrittenem Speiseröhrenkrebs zur Standardbehandlung in der Zweittherapie nach einer ersten Chemotherapie werden – und zwar bei Patienten, deren Krebs- und Immunzellen viel PD-L1 ausbilden.

 

Quelle:

Kojima T et al. Pembrolizumab versus chemotherapy as second-line therapy for advanced esophageal cancer: Phase III KEYNOTE-181 study. Journal of Clinical Oncology 37, 2019 (suppl 4; abstr 2)

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 16.06.2019 17:52