Immuntherapie bei fortgeschrittenem schwarzem Hautkrebs

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Ein Therapieprinzip ist dem anderen langfristig überlegen.

Dank der Einführung der neuartigen Immuntherapien haben sich die Überlebensaussichten für viele Patienten mit malignem Melanom im fortgeschrittenen Stadium verbessert. Mittlerweile sind die Prinzipien und Wirkstoffe weiterentwickelt worden. In einer Studie wurden jetzt zwei Vertreter der Immuntherapie, ein PD-1-Hemmer und ein CTLA-4-Hemmer, in ihren Langzeitwirkungen miteinander verglichen. Der Bericht dazu erschien in der Fachzeitschrift Lancet Oncology.

An der Studie nahmen 834 Patienten ab 18 Jahren mit fortgeschrittenem malignem Melanom aus 87 Kliniken in 16 Ländern teil. Sie erhielten entweder den PD-1- oder den CTLA-4-Hemmer. Wie sich nach einer Beobachtungszeit von fast fünf Jahren herausstellte, war die Therapie mit dem PD-1-Hemmer langfristig wirksamer. So war die Hälfte der Patienten aus dieser Gruppe nach knapp 33 Monaten noch am Leben, in der CTLA-4-Hemmergruppe gelang dies nur rund 16 Monate lang. Und auch das Überleben, ohne dass die Krankheit weiter vorangeschritten war, erwies sich in der PD-1-Hemmergruppe als signifikant besser. Schwere Nebenwirkungen traten bei den Wirkstoffen mit vergleichbarer Häufigkeit auf, die häufigsten Nebenwirkungen waren Darmentzündungen, Durchfall und chronische Erschöpfung (Fatigue).

Auch nach längerer Beobachtungszeit erwies sich der PD-1-Hemmer gegenüber dem CTLA-4-Hemmer bei der Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem schwarzem Hautkrebs als überlegen, so die Interpretation der Studienautoren. 

 

Quelle:

Robert C et al. Pembrolizumab versus ipilimumab in advanced melanoma (KEYNOTE-006): post-hoc 5-year results from an open-label, multicentre, randomised, controlled, phase 3 study. Lancet Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 22. Juli 2019, DOI:https://doi.org/10.1016/S1470-2045(19)30388-2

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 23.08.2019 15:31