Immuntherapie bei fortgeschrittenem Gebärmutterhalskrebs

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Wenn der Tumor nach einer ersten Chemotherapie weiter voranschreitet, kann eine Immuntherapie womöglich Überlebensvorteile bringen.

Wenn fortgeschrittener Gebärmutterhalskrebs nach einer ersten platinbasierten Chemotherapie in Kombination mit einem Angiogenesehemmer weiter voranschreitet, wirkt eine erneute Chemotherapie meist nicht besonders effektiv. Stattdessen kann offenbar eine Immuntherapie mit einem neuen PD1-Blocker die Überlebensaussichten verbessern. Das geht aus den Ergebnissen einer Studie in der Fachzeitschrift Annals of Oncology hervor.

An der Studie nahmen 608 Patientinnen mit fortgeschrittenem Gebärmutterhalskrebs teil, der durch eine erste platinbasierte Chemotherapie nicht aufzuhalten war. Sie erhielten entweder eine Immuntherapie mit einem neuen PD1-Blocker oder eine erneute Chemotherapie mit mehreren Wirkstoffen. Unter der Immuntherapie konnte im Vergleich zur neuerlichen Chemotherapie das Gesamtüberleben verlängert werden, aber auch das Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt, verbesserte sich, ebenso die Rate objektiven Ansprechens. Und auch bezüglich der Lebensqualität schnitt die Immuntherapie besser ab als die erneute Chemotherapie.

Die häufigsten akuten Nebenwirkungen waren Blutarmut, Übelkeit und Erbrechen – alle traten unter der Chemotherapie häufiger auf als unter der Immuntherapie. Auch wenn die Untersuchung erst eine Zwischenanalyse war und die endgültigen Studienergebnisse noch ausstehen, zeichne sich bereits ein signifikanter Vorteil unter der Immuntherapie ab, so die Interpretation der Studienautoren.

 

Quelle:

Tewari KS et al. VP4-2021: EMPOWER-Cervical 1/GOG-3016/ENGOT-cx9: Interim analysis of phase III trial of cemiplimab vs. investigator's choice (IC) chemotherapy (chemo) in recurrent/metastatic (R/M) cervical carcinoma. Annals of Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 12. Mai 2021, https://doi.org/10.1016/j.annonc.2021.04.009

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 14.06.2021 13:23