Immun- und Chemotherapie bei triple-negativem Brustkrebs kombinieren

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Wenn sich die Tumoren im fortgeschrittenen Stadium befinden, kann eine solche Kombinationstherapie vorteilhaft sein.

Patientinnen mit inoperablem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem triple-negativem Brustkrebs können womöglich von einer Kombination mit Chemo- und Immuntherapie profitieren. Das geht aus einer weiteren Zwischenanalyse der Phase III-IMpassion130-Studie hervor, die in der Fachzeitschrift Lancet Oncology veröffentlicht wurde.

Die große Studie wird in 246 Zentren und Praxen in 41 Ländern durchgeführt, 902 Patientinnen ab 18 Jahren mit zuvor unbehandeltem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem triple-negativem Brustkrebs konnten dafür gewonnen werden. Sie erhielten eine Chemotherapie in Kombination mit einem Scheinmedikament (Placebo) oder einer Immuntherapie mit einem Antikörper gegen PD-L1. Durch die Hemmung von PD-L1 wird die körpereigene Tumorabwehr gestärkt, indem wieder vermehrt T-Zellen aktiviert werden können, die dann die Krebszellen bekämpfen.

Durch die zusätzliche Immuntherapie verbesserten sich die Überlebenszeiten der Patientinnen. Besonders gut war die Wirkung bei Patientinnen, bei denen der Tumor viel PD-L1 bildete. Statistisch signifikant war der sich ergebende Überlebensvorteil nicht, was nach Auskunft der Studienautoren an den vor Studienbeginn streng definierten Vorgaben lag. Doch waren die Verbesserungen in den Überlebenszeiten im klinischen Sinne bedeutsam. Bei einer Erkrankung an fortgeschrittenem triple-negativem Brustkrebs, bei der es nur wenige systemische Therapien gibt, sei die Kombination der Chemotherapie mit der Anti-PD-L1-Immuntherapie deshalb für viele Patientinnen eine wichtige Option, so das Fazit der Studienautoren.

 

Quelle:

Schmid P et al. Atezolizumab plus nab-paclitaxel as first-line treatment for unresectable, locally advanced or metastatic triple-negative breast cancer (IMpassion130): updated efficacy results from a randomised, double-blind, placebo-controlled, phase 3 trial. Lancet Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 27. November 2019, DOI:https://doi.org/10.1016/S1470-2045(19)30689-8

 

(KvK)

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