Immun-Chemotherapie bei fortgeschrittenem Speiseröhren- und Magenkrebs

Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

Langfristig zahlt sie sich durch ein verbessertes Gesamtüberleben aus.

Bei fortgeschrittenem Magenkrebs, Adenokarzinom der Speiseröhre oder Krebs am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen wirkt es sich vorteilhaft aus, wenn in der Erstbehandlung eine Immuntherapie in Kombination mit Chemotherapie eingesetzt wird. Neue Langzeitergebnisse der Phase III-CheckMate 649-Studie unterstützen die Anwendung eines PD1-Blockers und der Chemotherapie als neuer Standard. Darüber berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Annals of Oncology.

An der Studie nahmen 2.031 erwachsene bis dato unbehandelte Patienten mit nicht-operablem fortgeschrittenem oder metastasiertem Magenkrebs, Adenokarzinom der Speiseröhre oder Krebs am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen teil. Sie erhielten eine Kombination aus PD1-Blocker und Chemotherapie oder eine Chemotherapie allein. Die Überlebensvorteile, die sich schon in der ersten Analyse gezeigt hatten, blieben auch nach inzwischen dreijähriger Beobachtung bestehen: Das Gesamtüberleben war in der Kombinationsgruppe im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie signifikant besser. 

Damit, so die Studienautoren, habe sich die kombinierte Immun-Chemotherapie als neue wirkungsvolle Erstlinientherapie bei Patienten mit nicht-operablem fortgeschrittenem Magenkrebs, Adenokarzinom der Speiseröhre oder Krebs am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen bestätigt.

 

Quelle:

Janjigian YY et al. LBA7 - Nivolumab (NIVO) plus chemotherapy (Chemo) or ipilimumab (IPI) vs chemo as first-line (1L) treatment for advanced gastric cancer/gastroesophageal junction cancer/esophageal adenocarcinoma (GC/GEJC/EAC): CheckMate 649 study. Annals of Oncology 2021, 32 (suppl_5): S1283-S1346. 10.1016/annonc/annonc741

 

(KvK)

Zur Nachrichtenübersichtsseite

 

Zurück

Zuletzt aufgerufen am: 26.11.2021 16:25