HPV: Unter Männern weit verbreitet

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Eine Studie in den USA erbringt unter Männern eine hohe Zahl von Infektionen mit humanen Papillomviren im Genitalbereich.

Infektionen mit humanen Papillomviren (HPV), die Krebserkrankungen im Genitalbereich und Mundrachenkrebs auslösen können, sind unter Männern offenbar weit verbreitet. Bei Auswertung einer US-amerikanischen Datenbank wurde bei fast der Hälfte der untersuchten Gruppe eine HPV-Infektion im Genitalbereich nachgewiesen. Der Bericht zur Studie erschien kürzlich in der Fachzeitschrift JAMA Oncology.

Die Forscher stützten sich bei ihrer Analyse auf die Daten von 1.868 Männern im Alter von 18 bis 59 Jahren, die in den Jahren 2013 und 2014 mit mobilen Untersuchungszentren auf HPV-Infektionen untersucht worden waren. 45 Prozent von ihnen wiesen eine HPV-Infektion im Genitalbereich auf. Darunter fanden sich viele mit einem HP-Virustyp, der zu einem hohen Krebsrisiko führt. Sieben bzw. 15 Prozent der infizierten Männer wiesen mindestens einen HPV-Typ auf, der von den Impfstoffen gegen vier bzw. neun HPV-Typen erfasst worden wäre. Insgesamt waren elf Prozent der Männer, bei denen eine HPV-Impfung hätte durchgeführt werden können, tatsächlich gegen HPV geimpft.

Die Verbreitung von HPV-Infektionen im Genitalbereich sei bei Männern in den USA offenbar hoch, so die Einschätzung der Studienautoren. Dies betreffe alle Altersgruppen. Hingegen wiesen derzeit nur wenige Männer einen wirkungsvollen Impfschutz gegen HPV auf.

 

Quelle:

Han, J. J. et al.: Prevalence of Genital Human Papillomavirus Infection and Human Papillomavirus Vaccination Rates Among US Adult Men. National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) 2013-2014. JAMA Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 19. Januar 2017, doi:10.1001/jamaoncol.2016.6192

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 25.05.2017 17:35