HPV und heller Hautkrebs: Zusammenhang offenbar nur schwach

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Nur einen schwachen Zusammenhang können Wissenschaftler in einer Studie zwischen humanen Papillomviren der Haut und dem Risiko für hellen Hautkrebs feststellen. Die Viren scheiden nach ihrer Meinung als Risikofaktoren damit faktisch aus.

Humane Papillomviren (HPV) sind für viele Krebsarten verantwortlich – bei hellem Hautkrebs, zu dem das Basalzellkarzinom (Basaliom) und das Plattenepithelkarzinom gehören, spielen sie allerdings offenbar wenn überhaupt nur eine untergeordnete Rolle. Bislang gingen Wissenschaftler davon aus, dass es auch zu diesen Krebsarten eine Beziehung von HP-Viren geben könnte. Doch ein anderes Vorgehen bei der Testung, ob überhaupt eine entsprechende Infektion vorliegt oder nicht, lässt nun einen anderen Schluss zu, wie einem Bericht in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention zu entnehmen ist.

Demnach könne ein Testverfahren, bei dem sogenannte Pseudovirione verwendet werden, besser eine Infektion anzeigen als andere Tests. In der aktuellen Studie wurde das eindeutigere Testverfahren bei 633 Patienten angewandt, die später an einem Plattenepithelkarzinom der Haut erkrankten, sowie 1.990 Patienten, die später ein Basalzellkarzinom entwickelten. Die Ergebnisse wurden mit denen von HPV-Tests bei Kontrollpersonen verglichen, die nicht an hellem Hautkrebs erkrankt waren.

Sowohl für Plattenepithelkarzinome als auch für Basalzellkarzinome zeigte sich ein Zusammenhang zu einigen HP-Virustypen – allerdings stets nur in schwacher Form. Nach Ansicht der Studienautoren sprechen die Ergebnisse der Studie dagegen, dass HP-Viren eine gewichtige Rolle bei der Entstehung von hellem Hautkrebs spielen könnten.

 

Quelle:

Faust, H. et al.: Cutaneous Human Papillomaviruses and squamous cell carcinoma of the skin: Nested case-control study. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, Onlineveröffentlichung am 9. Februar 2016, doi: 10.1158/1055-9965.EPI-15-1290

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 20.07.2017 16:54