HPV-Infektion wichtigster Risikofaktor

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Infektionen mit krebserregenden HP-Viren sind der wichtigste Risikofaktor für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs.

Eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) ist prognostisch ein aussagekräftiger Faktor: Wenn der HPV-Test bei der frauenärztlichen Untersuchung positiv ausfällt, besteht ein hohes Risiko, dass es in den folgenden Jahren zu Zellveränderungen, sogenannten CIN, im Gebärmutterhals kommt, die Vorstufen für Gebärmutterhalskrebs sind – und das auch dann, wenn der Zellabstrich (Pap-Test) bei der gleichen Untersuchung noch unauffällig ist. Das geht aus den Ergebnissen einer Studie in der Fachzeitschrift Cancer hervor.

In der schwedischen Studie analysierten die Forscher die Daten von Patientinnen, die von 2005 bis 2007 am schwedischen Gebärmutterhalsscreeningprogramm teilgenommen hatten. Dabei zeigte sich, dass Frauen unter 30 Jahren, die bei der frauenärztlichen Untersuchung zwar einen unauffälligen Pap-Befund, jedoch ein positives Testergebnis auf HPV 16 oder 18 aufwiesen, ein erhöhtes Risiko hatten, in den Folgejahren an einer Zellveränderung im Gebärmutterhals zu erkranken. Bei älteren Frauen hatten auch positive Befunde mit anderen HPV-Typen einen Einfluss auf das Risiko für bösartige Zellveränderungen im Gebärmutterhals. 

Nach Ansicht der Studienautoren müssten Patientinnen mit positivem HPV-Test regelmäßigen Kontrollen unterzogen werden, um etwaige Zellveränderungen rechtzeitig zu bemerken und zu behandeln. 

 

Quelle:

Fröberg M et al. Impact of the human papillomavirus status on the development of high‐grade cervical intraepithelial neoplasia in women negative for intraepithelial lesions or malignancy at the baseline: A 9‐year Swedish nested case‐control follow‐up study. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 10. Dezember 2018, https://doi.org/10.1002/cncr.31788

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 18.01.2019 11:01