HPV-Infektion bei Peniskrebs

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Die Prognose ist bei Tumoren, die mit den krebserregenden Viren in Verbindung stehen, besser.

Humane Papillomviren (HPV) können Krebserkrankungen in unterschiedlichen Organen im Anogenital- sowie Mund- und Rachenbereich hervorrufen. Wie sich bei einigen Krebsarten zeigte, hat es einen Einfluss auf die Prognose, ob ein Tumor mit den Viren in Verbindung steht oder nicht. Nun zeigten Wissenschaftler einen solchen Zusammenhang auch für Peniskrebs bei Männern. Sie berichteten darüber in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention.

Die Forscher führten eine zusammenfassende Analyse über insgesamt 20 Studien durch, in denen eine Verbindung von Infektionen mit HPV, insbesondere dem krebserregenden HPV-Typ 16, und dem Überleben bei Peniskrebs untersucht worden war. Dabei konnten sie auf die Daten von 649 Patienten mit Peniskrebs zurückgreifen, von denen 27 Prozent positiv auf HPV getestet worden waren. Bei weiteren 404 Patienten mit Peniskrebs war untersucht worden, ob eine HPV16-Infektion im Tumorgewebe vorlag oder nicht, bei 47 Prozent von ihnen fiel der Befund positiv aus. 

Die Patienten, bei denen der Tumor mit einer HPV16-Infektion oder generell mit HPV in Verbindung stand, hatten ein besseres krebsbezogenes Überleben als Patienten ohne nachweisbare Infektion. So wie bei anderen Krebsarten auch war also die Prognose besser, wenn die Peniskrebserkrankung durch HPV oder HPV16 ausgelöst worden war. Dieses Ergebnis, so die Studienautoren, müsse bei der Planung der optimalen Therapiestrategie und Nachsorge für den einzelnen Patienten berücksichtigt werden.

 

Quelle:

Sand F L et al. Prognostic Significance of HPV and p16 Status in Men Diagnosed with Penile Cancer: A Systematic Review and Meta-analysis. Cancer Epidemiol Biomarkers Prev; 27(10); 1–10

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 19.10.2018 15:04