HPV-Infektion bei Peniskrebs häufig

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Krebserregende HP-Viren finden sich bei Peniskrebs und seinen Vorstufen häufig. 

Bösartigen Tumoren und Krebsvorstufen des Penis liegt nicht selten eine Infektion mit krebserregenden humanen Papillomviren (HPV) zugrunde. Das geht aus den Ergebnissen einer zusammenfassenden Studie in der Fachzeitschrift Lancet Oncology hervor.

In der Meta-Analyse werteten die Forscher Daten aus insgesamt 71 international veröffentlichten Studien aus. Sie untersuchten, wie häufig in diesen Studien bei bösartigen Tumoren des Penis oder ihren Vorstufen, den sogenannten intraepithelialen Neoplasien, die DNA, also das Erbgut, von HP-Viren nachgewiesen worden war. Dabei zeigten sich über alle Studien hinweg Infektionsraten von bis zu 50 Prozent bei Peniskrebs und bis zu 80 Prozent bei den intraepithelialen Neoplasien des Penis. Besonders oft kam eine HPV-Infektion bei basaloiden Plattenepithelkarzinomen und warzig-basaloiden Karzinomen vor. Der am häufigsten vertretene HP-Virustyp war HPV16, gefolgt von HPV6 und HPV18.

Die Studienergebnisse unterstützen nach Ansicht der Autoren die Annahme, dass die Ausweitung der Impfung gegen krebserregende HPV für Jungen und Männern sinnvoll sei, um die Verbreitung der Viren einzudämmen und das Risiko für Peniskrebs zu senken.

 

Quelle:

Olesen T B et al. Prevalence of human papillomavirus DNA and p16INK4a in penile cancer and penile intraepithelial neoplasia: a systematic review and meta-analysis. Lancet Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 17. Dezember 2018, DOI:https://doi.org/10.1016/S1470-2045(18)30682-X

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 25.03.2019 12:14