HPV bei Kopf-Halstumoren im Mundrachen immer häufiger

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Dies wird für Männer und Frauen gleichermaßen beobachtet.

Immer häufiger werden unter Erkrankten an Mundrachenkrebs Infektionen mit krebserregenden humanen Papillomviren (HPV) festgestellt. Dabei spielt das Geschlecht der Patienten keine Rolle. Dies zeigt ein Bericht in der Fachzeitschrift JAMA Oncology.

In der rückblickenden Analyse wurden die Daten von 863 Patienten mit Kopf-Halstumoren ausgewertet, die ihre Diagnose zwischen 1995 und 2012 erhalten hatten. Bei den Tumoren handelte es sich um Plattenepithelkarzinom der Mundhöhle, des Mundrachen, des Kehlkopfes und des Nasenrachens.

Die Hälfte der Patienten mit Mundrachenkrebs wies eine Infektion mit dem HPV-Typ 16 auf, der als einer der bedeutendsten Risikofaktoren für die Krebsentstehung gilt. Der Anteil an HPV16-positiven Tumoren nahm im Untersuchungszeitraum unter Frauen wie Männern jeweils signifikant zu. Bei Kopf-Halstumoren in anderen Bereichen als dem Mundrachen war ein solcher Trend nicht zu beobachten – hier gab es nur wenige, bei denen eine HPV16-Infektion nachweisbar war.

 

Quelle:

D’Souza, G. A. et al.: Differences in the Prevalence of Human Papillomavirus (HPV) in Head and Neck Squamous Cell Cancers by Sex, Race, Anatomic Tumor Site, and HPV Detection Method. JAMA Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 8. Dezember 2016, doi:10.1001/jamaoncol.2016.3067

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 24.05.2017 15:46