HPV bei Analkrebs mit besserer Prognose

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Wenn bei Analkrebs eine HPV-Infektion vorliegt, besteht offenbar eine bessere Prognose.

Einige Typen humaner Papillomviren gelten als Krebsverursacher im Anogenitalbereich und im Mundrachenraum. Dabei hat sich in der Vergangenheit herausgestellt, dass bei solchen Krebserkrankungen, die mit HPV in Verbindung stehen, eine bessere Prognose besteht. Offenbar gilt dies auch für Analkrebs, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention berichteten.

Die Forscher bewerteten zusammenfassend 16 Studien, in denen ein möglicher Zusammenhang von HPV und Analkrebs untersucht worden war. In diesen Studien waren insgesamt rund 2.300 Patienten mit Analkrebs positiv auf HPV getestet worden. Die Patienten mit positivem HPV-Befund wiesen ein signifikant besseres Gesamtüberleben auf als Patienten mit negativem HPV-Befund. 

Bei der Therapie- und Nachsorgeplanung sollte der HPV-Status berücksichtigt werden, so die Schlussfolgerung der Studienautoren.

 

Quelle:

Urbute A et al. Prognostic significance of HPV DNA and p16INK4a in anal cancer: A systematic review and meta-analysis. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, Onlinevorabveröffentlichung am 12. Februar 2020, doi: 10.1158/1055-9965.EPI-19-1259

 

(KvK) 

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Zuletzt aufgerufen am: 23.10.2020 21:49