HPV-bedingter Mundrachenkrebs bei älteren Patienten immer häufiger

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Damit lassen sich womöglich die steigenden Zahlen von Mundrachenkrebs unter älteren Personen erklären.

Die Häufigkeit von Plattenepithelkarzinomen des Mundrachens nimmt unter älteren Menschen zu. Dies geht offenbar auf häufigere Infektionen mit krebserregenden humanen Papillomviren (HPV) zurück, wie sich aus einem Studienbericht in der Fachzeitschrift Cancer ablesen lässt.

In der Studie wurden rückblickend die Daten von 239 Patienten ausgewertet, bei denen zwischen 1995 und 2013 Mundrachenkrebs diagnostiziert worden war. Bei 60 Prozent, also knapp zwei Drittel von ihnen, wurde ein Zusammenhang der Krebserkrankung zu einer Infektion mit HPV16 festgestellt. Von 1998 bis zum Jahr 2013 nahm das mittlere Alter der HPV16-positiv getesteten Patienten zu, nicht jedoch das mittlere Alter der HPV-negativ getesteten. So war anfangs die Hälfte der positiv getesteten Patienten 53 Jahre alt, am Ende lag dieses mediane Alter bei 58 Jahren. Unter den Patienten ab 65 Jahren stieg der Anteil der HPV16-positiv Getesteten von 41 Prozent im Zeitraum 1995-2000 auf 75 Prozent im Zeitraum 2007-2013. 

Die positive Nachricht dabei: In allen Altersgruppen war ein HPV16-positiver Status des Tumors mit einem besseren Gesamtüberleben, also einer besseren Prognose bei der Erkrankung verbunden.

Offenbar, so die Studienautoren, erkranken ältere Personen zunehmend an Mundrachenkrebs, der mit einer HPV-Infektion in Verbindung steht. Sie haben wie auch jüngere Patienten eine bessere Prognose als Patienten, bei denen die Erkrankung nicht HPV-assoziiert ist.

 

Quelle:

Windon M J et al. Increasing prevalence of human papillomavirus–positive oropharyngeal cancers among older adults. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 30. April 2018, https://doi.org/10.1002/cncr.31385

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 13.07.2018 23:19