Hirnmetastasen bei schwarzem Hautkrebs: Keine Seltenheit

Nachricht vom 02.09.22

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In der Nachsorge darauf achten.

Bei schwarzem Hautkrebs, dem malignen Melanom, im Stadium III besteht bekanntermaßen ein erhöhtes Risiko dafür, dass sich der Krebs in das Zentrale Nervensystem (ZNS), also zum Beispiel in das Gehirn ausbreitet. Wie Wissenschaftler jetzt in der Fachzeitschrift Cancer berichteten, besteht diese Gefahr auch schon bei Stadium IIC-Tumoren.

Die Forscher sammelten für ihre Analyse die Daten von 1.054 Patienten mit malignem Melanom. Sie stellten fest, dass Patienten mit einem Tumor im Stadium III häufiger Hirnmetastasen entwickelten als Patienten mit einem Tumor im Stadium II. Ging es jedoch um den ersten Rückfall bei dieser Erkrankung, zeigte sich ein anderes Bild: Bei Melanomen im Stadium IIC trat im Falle eines Rückfalls dieser häufiger im ZNS, also beispielsweise im Gehirn, auf als bei Melanomen im Stadium III. Das Risiko, irgendwann im Krankheitsverlauf Hirnmetastasen zu entwickeln, war bei Patienten mit Stadium IIC-Erkrankung vergleichbar hoch wie bei Patienten mit Stadium IIIB oder IIIC. Das höchste Risiko für Hirnmetastasen hatten Patienten mit einem Melanom im Stadium IIID.

Bei der Nachsorge von Patienten mit malignem Melanom sollten diese Erkenntnisse Beachtung finden, so die Studienautoren. Sie empfehlen, auch bildgebende Untersuchungen des ZNS einzusetzen, um eventuelle Metastasen frühzeitig zu bemerken und behandeln zu können.

 

Quelle:

Johannet P et al. Risk and tropism of central nervous system (CNS) metastases in patients with stage II and III cutaneous melanoma. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 25. August 2022, https://doi.org/10.1002/cncr.34435

 

(KvK)

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