Hirnmetastasen bei Melanom: Immuntherapien kombinieren

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Offenbar können Patienten mit Hirnmetastasen bei schwarzem Hautkrebs von einer kombinierten Immuncheckpointblockade profitieren.

Komplikationen entstehen, wenn sich schwarzer Hautkrebs, das maligne Melanom, ins Gehirn ausbreitet und dort Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen, absiedelt. Doch selbst in diesem fortgeschrittenen Krankheitsstadium kann eine kombinierte Immuntherapie mit Checkpointhemmern Verbesserungen bringen. Dies berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine.

An der Studie nahmen Patienten teil, bei denen sich ein Melanom ins Gehirn ausgebreitet und mindestens eine nachweisbare, bis dato nicht bestrahlte Metastase gebildet hatte. Neurologische Symptome traten noch nicht auf. Die Teilnehmer erhielten eine Kombinationsimmuntherapie aus dem CTLA-4-Blocker Ipilimumab und dem PD-1-Blocker Ipilimumab. Bei einem Viertel der Patienten kam es infolge dieser Behandlung zu einem kompletten Ansprechen, ein Drittel reagierte mit teilweisem Ansprechen. Insgesamt profitierten 57 Prozent der Patienten mit einer Verbesserung der Situation bezüglich der Hirnmetastasen.

Die Nebenwirkungen waren in etwa denen vergleichbar, die bei Patienten mit einem fortgeschrittenen Melanom ohne Hirnmetastasen auftreten. Offenbar, so die Studienautoren, können Melanompatienten auch mit einem Rückgang von Hirnmetastasen von einer Kombinationstherapie aus Ipilimumab und Nivolumab profitieren.

 

Quelle:

Tawbi H A et al. Combined Nivolumab and Ipilimumab in Melanoma Metastatic to the Brain. New England Journal of Medicine 2018, 379:722-30

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 20.11.2018 13:16