Hepatitis C-Infektion: Behandlung senkt Risiko für Leberkrebs

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Eine antivirale Therapie bei Hepatitis C-Infektion senkt offenbar auch das Risiko für Leberkrebs.

Chronische Hepatitis C gilt als ein wichtiger Risikofaktor für die Entstehung von Leberkrebs. Die Infektion mit antiviralen Mitteln zu bekämpfen, kann das Risiko wieder senken. Das zeigen die Ergebnisse einer Kohortenstudie, die in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention veröffentlicht wurden.

In der Studie wurden die Daten von 2.451 Patienten mit nachgewiesener Hepatitis C-Infektion und 173.548 Personen ohne Hepatitis C-Infektion ausgewertet, die zwischen 2007 und 2017 erhoben worden waren. Alle Personen waren an mindestens einer Krebsart erkrankt. Es stellte sich heraus, dass die Patienten mit Hepatitis C-Infektion im Vergleich zu jenen ohne Hepatitis C-Infektion ein erhöhtes Risiko für Leberkrebs, Blutkrebs, Lungenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Mundhöhlen- und Mundrachenkrebs sowie Analkrebs aufwiesen. Doch machte es einen Unterschied, ob die Hepatitis C-Infektion mit antiviralen Mitteln behandelt worden war oder nicht: Nach einer entsprechenden Behandlung war das Risiko für Leberkrebs zwar immer noch deutlich höher als bei Nicht-Infizierten, jedoch auch deutlich niedriger als bei Personen, die bei ihrer Hepatitis C-Infektion nicht behandelt worden waren. Auch das Risiko für Blutkrebs war nach einer antiviralen Behandlung bei den Hepatitis C-Infizierten niedriger.

Damit, so die Einschätzung der Studienautoren, habe sich gezeigt, dass eine adäquate Behandlung bei einer Hepatitis C-Infektion das Leberkrebsrisiko wieder deutlich senken könne. 

 

Quelle:

Lam JO et al. Cancer in People with and without Hepatitis C Virus Infection: Comparison of Risk Before and After Introduction of Direct-Acting Antivirals. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, Onlinevorabveröffentlichung am 21. Oktober 2021, doi: 10.1158/1055-9965.EPI-21-0742

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 26.11.2021 16:25