Hepatitis C: Erhöhtes Risiko für Leberkrebs in mittleren Jahren

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Eine Infektion mit Hepatitis C ist ein bedeutender Risikofaktor für Leberkrebs.

Eine Infektion mit Hepatitis C ist ein bedeutender Risikofaktor für Leberkrebs. Dies macht sich zunehmend in den Häufigkeitszahlen bemerkbar, wie schwedische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention berichteten.

In Schweden sind demnach die Geburtsjahrgänge mit den höchsten Infektionszahlen an Hepatitis C mittlerweile in dem Alter angekommen, in dem das dadurch erhöhte Risiko für Leberkrebs virulent wird. Die Forscher analysierten die Daten von 52.853 Personen, die mit Hepatitis C infiziert waren, sowie 523.649 Personen, bei denen keine Hepatitis C-Infektion vorlag. 

1.609 Personen mit Hepatitis C-Infektion erkrankten zwischen 1990 und 2015 an Leberkrebs. Die jährliche Erkrankungsrate stieg dabei kontinuierlich an. In der Vergleichsgruppe ohne Hepatitis C-Infektion blieb die Krebsrate hingegen stabil. Die meisten Krebsfälle traten bei den mit Hepatitis C-Infizierten in allen Jahrgängen jeweils im Alter von 35 bis 40 Jahren auf. Männer waren häufiger betroffen als Frauen.

Nach dem 35. Lebensjahr haben Personen, die mit Hepatitis C infiziert sind, ein vergleichsweise hohes Risiko für Leberkrebs, so das Fazit der Studienautoren. Vermehrte Anstrengungen zur wirksamen Therapie der Infektion seien notwendig.

 

Quelle:

Batyrbekova N et al. Hepatitis C virus infection and the temporal trends in the risk of liver cancer: a national register-based cohort study in Sweden. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, Onlinevorabveröffentlichung am 12. November 2019, doi: 10.1158/1055-9965.EPI-19-0769

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 11.12.2019 18:21