Heller Hautkrebs nach aktinischer Keratose

Wie häufig treten Plattenepithelkarzinome der Haut nach Erkrankungen an aktinischer Keratose auf?

Die aktinische Keratose ist eine Hautveränderung, aus der sich Plattenepithelkarzinome der Haut entwickeln können. Dies ist seit längerem bekannt. Wie oft sich aktinische Keratosen in diese Form von hellem, nicht-melanozytärem Hautkrebs umwandeln, wurde jetzt in einer Studie aus Kalifornien, USA, untersucht. Die Ergebnisse der Studie erschienen in der Fachzeitschrift JAMA Dermatology.

Einbezogen wurden die Daten von 220.236 Personen, bei denen eine oder mehrere aktinische Keratosen diagnostiziert worden waren, und 220.236 nicht daran erkrankte Kontrollpersonen. Die Personen mit aktinischer Keratose in der Vorgeschichte erkrankten in den Folgejahren signifikant häufiger an einem Plattenepithelkarzinom der Haut als die Personen ohne aktinische Keratosen. Mit jedem weiteren Jahr stieg das Risiko an. So waren beispielsweise Patienten mit aktinischer Keratose, die bei der Erstdiagnose 49 Jahre oder jünger gewesen waren, nach zehn Jahren siebenmal häufiger an einem Plattenepithelkarzinom der Haut erkrankt als Gleichaltrige ohne aktinische Keratose. 

Auch die Anzahl der aktinischen Keratosen spielte eine Rolle: Je mehr eine Person davon aufwies, desto höher war ihr Risiko für ein Plattenepithelkarzinom. Auch ging ein höheres Lebensalter bei der Diagnose der aktinischen Keratosen mit einem höheren Risiko für Plattenepithelkarzinome der Haut einher als ein niedrigeres. Insgesamt ging das Risiko für Plattenepithelkarzinome nach aktinischer Keratose zurück. Dies könnte womöglich auf eine erhöhte Wahrnehmung der aktinischen Keratose als Krebsvorstufe und intensivere, wirksamere Behandlung zurückzuführen sein.

In weiteren Studien müsse nach Ansicht der Autoren nun überprüft werden, ob sich die Behandlung bei aktinischer Keratose auch auf die Prognose einer späteren Erkrankung an hellem Hautkrebs auswirke.

 

Quelle:

Madani S et al. Ten-Year Follow-up of Persons With Sun-Damaged Skin Associated With Subsequent Development of Cutaneous Squamous Cell Carcinoma. JAMA Dermatology, Onlinevorabveröffentlichung am 24. März 2021, doi:10.1001/jamadermatol.2021.0372

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 23.09.2021 17:28