Hautreizungen bei Brustbestrahlung verringern

Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

In einer Studie konnten durch das Auftragen eines Hydrofilms vor der Bestrahlung bei Brustkrebs Hautirritationen verringert werden.

Eine häufige Nebenwirkung bei der Strahlentherapie bei Brustkrebs sind Hautirritationen. Sie lassen sich laut einer neuen Studie in der Fachzeitschrift Acta Oncologica deutlich reduzieren, wenn vor der Bestrahlung prophylaktisch eine Hydrofilm-Polyurethanfilm-Mischung aufgetragen wird.

In der vorausgeplanten (prospektiven) Studie erhielten 62 Brustkrebspatientinnen nach einer brusterhaltenden Operation eine unterstützende, sogenannte adjuvante Strahlentherapie. Prophylaktisch wurde ihnen vor Beginn der jeweiligen Strahlentherapiesitzung auf einen Teil der Brust eine Hydrofilm-Polyurethanfilm-Mischung aufgetragen. Die jeweils andere Brusthälfte diente als Kontrolle, sie wurde mit 5%iger Harnstoffsalbe gepflegt.

Tatsächlich konnte durch das Auftragen der Hydrofilm-Polyurethanfilm-Mischung die Häufigkeit und Schwere von unerwünschten Hautreaktionen verringert werden – Rötungen und Entzündungen traten seltener auf, die Patientinnen verspürten seltener Juckreiz und Schmerzen.

Nach Ansicht der Studienautoren sei die prophylaktische Anwendung des Hydrofilms vor einer adjuvanten Strahlentherapie der Brust eine effiziente, leicht handhabbare und kostengünstige Methode, um entzündliche Hautreizungen der bestrahlten Brust zu verringern.

 

Quelle:

Schmeel L C et al. Prophylactically applied Hydrofilm polyurethane film dressings reduce radiation dermatitis in adjuvant radiation therapy of breast cancer patients. Acta Oncologica, Onlinevorabveröffentlichung am 20. Februar 2018, https://doi.org/10.1080/0284186X.2018.1441542

 

(kvk)

Zur Nachrichtenübersichtsseite

 

Basis-Infos für Patienten zum Thema Brustkrebs

Weitere Nachrichten zum Thema Brustkrebs

Zurück

Aktualisiert am: 19.07.2018 22:01