Hautkrebs nach Organtransplantation

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Das Risiko für Hautkrebs ist nach einer Organtransplantation erhöht.

Nach einer Organtransplantation haben die Betroffenen ein erhöhtes Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Und oft bleibt es auch nicht nur bei einem Tumor, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift JAMA Dermatology berichteten.

Die Forscher werteten rückblickend die Daten einer großen Zahl von Patienten aus zwei Datenbanken aus, die eine Organtransplantation erhielten und deren Daten zwischen 2007 und 2017 aufgezeichnet wurden – einmal mit 7,7 Millionen Patienten und einmal mit 161 Millionen Patienten. 4,5 Prozent der Patienten in der einen Datenbank und rund 13 Prozent der Patienten in der anderen erkrankten mindestens einmal an Hautkrebs. Und auch das Risiko für weitere bösartige Hauttumoren danach war erhöht. Etwa die Hälfte der Patienten entwickelte innerhalb von zwei Jahren nach dem ersten Hautkrebs einen zweiten, einer von 20 Patienten erkrankte an zehn oder mehr bösartigen Hauttumoren.

Als Risikofaktoren kristallisierten sich ein höheres Lebensalter, eine Vorgeschichte an Hautkrebs und eine Vorgeschichte an aktinischer Keratose heraus. Es sei wichtig, die Patienten nach einer Organtransplantation über das erhöhte Hautkrebsrisiko zu informieren, so die Studienautoren, damit sie einen guten Hautschutz vor UV-Licht anwenden und regelmäßige Hautkontrollen durch den Hautarzt durchführen lassen.

 

Quelle:

Wehner MR et al. Risks of Multiple Skin Cancers in Organ Transplant Recipients. A Cohort Study in 2 Administrative Data Sets. JAMA Dermatology, Onlinevorabveröffentlichung am 20. Oktober 2021, doi:10.1001/jamadermatol.2021.4148

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 26.11.2021 16:25