Häufigkeit von Nierenkrebs nimmt zu

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An der Zunahme haben vermutlich Lebensstilfaktoren einen nicht unerheblichen Anteil

Nierenkrebs ist eine der weltweit am stärksten zunehmenden Krebskrankheiten. So auch in Kanada, wie eine Auswertung kanadischer Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Cancer Causes and Control ergab.

Ausgewertet wurden die Daten des Kanadischen Krebsregisters und des Nationalen Cancer Incidence Reporting Systems aus den Jahren 1986 bis 2007. In diesem Zeitraum stieg die nach Alter angepasste Erkrankungsrate von 13,4 auf 17,9 pro 100.000 Männer und von 7,7 auf 10,3 pro 100.000 Frauen. Die stärksten jährlichen Zuwachsraten gab es bei Männern unter 65 Jahren und bei Frauen ab 65 Jahren. Signifikant war der Anstieg nur für das Nierenzellkarzinom, nicht jedoch für andere bösartige Tumoren, die in der Niere auftreten können.

Die Forscher schätzten, dass der ansteigende Trend für Nierenzellkarzinome noch mindestens bis zum Jahr 2025 anhalten wird. Die Sterblichkeit hingegen ging bei beiden Geschlechtern seit 1986 leicht zurück.

Gemessen daran, dass bis zu fünf Prozent aller Fälle von Nierenzellkarzinom auf erbliche Faktoren zurückgehen, sei der Anstieg der Häufigkeit nach Ansicht der Studienautoren vermutlich mit der verbesserten Diagnostik und einem sich verändernden Lebensstil zu erklären. So gelten Rauchen, hohes Körpergewicht und unkontrollierter Bluthochdruck als Risikofaktoren für die Erkrankung. In diesen vermeidbaren Punkten müsse auf eine stärkere Aufklärung der Bevölkerung gesetzt werden.

 

Quelle:

De, P. et al.: Trends in incidence, mortality, and survival for kidney cancer in Canada, 1986–2007. Cancer Causes Control 2014, 25:1271–1281

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 21.09.2017 16:40