Häufigkeit von Kehlkopfkrebs

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Nichtraucheranteil unter den Patienten steigt womöglich.

Ein Risikofaktor für Kehlkopfkrebs ist das Tabakrauchen. Doch nimmt offenbar der Anteil an Nichtrauchern unter Patienten mit dieser Erkrankung zu, wie Wissenschaftler jetzt in der Fachzeitschrift Laryngoscope konstatierten.

Ermittelt wurde in zwei Kliniken die Anzahl von Patienten mit einem Plattenepithelkarzinom des Kehlkopfes, die ihre Diagnose zwischen 2009 und 2016 erhalten hatten. Es ergaben sich die Daten von 330 Patienten mit Kehlkopfkrebs, von denen 75, also rund 23 Prozent Nichtraucher waren. Bei 285 Patienten betraf der Krebs die Glottis, bei den übrigen 45 die Region über der Glottis. Alle Nichtraucher litten an einem Glottistumor. Unter den Frauen war der Anteil an Nichtraucherinnen höher als unter den Männern. 

Die Nichtraucher unter den Patienten waren bei der Diagnose im Durchschnitt rund 60 Jahre alt, die Raucher rund 64 Jahre. Für nichtrauchende Frauen ergab sich jedoch eine etwas andere Altersverteilung: Die meisten von ihnen waren entweder sehr jung (unter 40 Jahre) oder älter (über 75 Jahre). Rauchende Frauen hingegen erkrankten in der Mehrheit im Alter zwischen 40 und 75 Jahren. Dies traf auch für Männer zu, egal ob sie rauchten oder nicht.

In dieser Kohorte mit einem Plattenepithelkarzinom des Kehlkopfes war der Anteil an Nichtrauchern höher als erwartet, so das Fazit der Studienautoren. Bei Nichtrauchern sei offenbar vorrangig die Glottis betroffen.

 

Quelle:

Shoffel‐Havakuk H et al. The rising rate of nonsmokers among laryngeal carcinoma patients: Are we facing a new disease? Laryngoscope, Onlinevorabveröffentlichung am 15. Mai 2019, https://doi.org/10.1002/lary.28067

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 16.06.2019 17:52