Haarverlust rückgängig machen

Nachricht vom 3.1.2022

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Mit einer bestimmten Therapie kann anhaltender Haarverlust nach Chemotherapie bei Brustkrebs zumindest teilweise wieder rückgängig gemacht werden.

Eine mögliche Nebenwirkung der Chemotherapie gegen Brustkrebs ist Haarausfall – für die Betroffenen eine belastende Erfahrung und manchmal auch nach längerer Zeit nicht reversibel. In einer Studie wurde ein Wirkstoff aus der Gruppe der Blutdruck-senkenden Mittel erfolgreich dagegen getestet. Der Bericht zur Studie erschien in der Fachzeitschrift JAMA Dermatology.

In der vorliegenden Studie betraf der Haarausfall 99 Frauen und einen Mann, die wegen einer Erkrankung an Brustkrebs eine Chemotherapie zum Beispiel mit Taxanen hinter sich gebracht hatten. Sie waren im Durchschnitt 54 Jahre alt. Ihr Haarausfall war anhaltend, auch sechs Monate nach der Therapie waren die Haare nicht oder nicht genügend nachgewachsen.

Ein Teil der Studienteilnehmer erhielt eine sechsmonatige Therapie mit einem Wirkstoff, der normalerweise zur Senkung des Blutdrucks eingesetzt wird. Diese Behandlung erfolgte entweder topisch in Form einer Salbe oder mit Tabletten. In manchen Fällen wurde gleichzeitig noch eine antiandrogene Therapie durchgeführt, die die Wirkung der männlichen Geschlechtshormone hemmt.

Die Therapie erwies sich in vielen Fällen als wirkungsvoll, die Haardichte nahm bei einem großen Teil der Behandelten im Vergleich zur Vortherapiezeit zu. Offenbar, so schlussfolgerten die Studienautoren aus den Ergebnissen, könne die Behandlung auch in schwereren Fällen den Haarverlust rückgängig machen und zu neuem Haarwuchs führen.

 

Quelle:

Bhoyrul B et al. Clinicopathologic Characteristics and Response to Treatment of Persistent Chemotherapy-Induced Alopecia in Breast Cancer Survivors. JAMA Dermatology 2021;157(11):1335-42

 

(KvK)

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