Haarausfall nach Strahlentherapie im Kopfbereich

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Kann in vielen Fällen mit topischen Maßnahmen erfolgreich behandelt werden.

Wenn im Kindes- oder Erwachsenenalter wegen Krebs eine Strahlentherapie im Kopfbereich nötig ist, kann sich dies langfristig auf den Haarwuchs auswirken, bleibender Haarausfall kann die Folge sein. In einer Studie wurde untersucht, ob sich die Probleme im Laufe der Zeit bessern und welche Therapien dagegen erfolgreich sind. Die Ergebnisse der Studie erschienen in der Fachzeitschrift JAMA Dermatology.

In der Studie wurden rückblickend die Daten von 71 Patienten ausgewertet, die zum Zeitpunkt der Krebsbehandlung vier bis 75 Jahre alt gewesen waren. Sie waren an einem Tumor des Zentralen Nervensystems oder einem Kopf-Halstumor erkrankt und bestrahlt worden. Die infolge der Bestrahlung auftretenden Haarprobleme waren unterschiedlicher Natur: Bei einigen trat ein lokal begrenzter Haarausfall auf, bei anderen war der Haarausfall diffus über den ganzen Kopf verteilt.

Höhere Strahlendosen waren mit stärkerem Haarausfall verbunden. 82 Prozent der Patienten sprachen auf die Therapie mit einem bestimmten Medikament an, das topisch als Schaum oder Lösung auf dem Kopf angewendet wurde. Wenn das Mittel versagte, konnte eine operative Therapie durchgeführt werden. Sie war in allen Fällen erfolgreich.

Offenbar, so die Schlussfolgerung der Studienautoren, können anhaltende Haarprobleme nach einer Strahlentherapie im Kopfbereich erfolgreich mit lokalen Maßnahmen behandelt werden – unabhängig davon, in welcher Form sie sich äußern.

 

Quelle:

Phillips GS et al. Assessment and Treatment Outcomes of Persistent Radiation-Induced Alopecia in Patients With Cancer. JAMA Dermatology, Onlinevorabveröffentlichung am 5. August 2020

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 01.12.2020 16:52