Gute Überlebenschancen beim Meningiom

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Wenn die Operation gelingt, sind die Überlebensaussichten gut.

Die Überlebenschancen beim Meningiom, einem Tumor der Hirnhäute, sind, wenn der Tumor operativ entfernt werden kann, vergleichsweise gut. Zu diesem Schluss kommen französische Wissenschaftler, die eine nationale Datenbank auswerteten, in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology.

Meningiome entwickeln sich aus den Hirnhäuten. Meist handelt es sich um gutartige Tumoren, die zwar nicht in das Gehirn einwachsen, aber es nach und nach verdrängen. Das die Tumoren oft sehr langsam wachsen, können sie in vielen Fällen gut mithilfe einer Operation entfernt werden.

Die Forscher stützten sich bei ihrer Analyse auf die Daten von 28.773 Patienten mit einem Meningiom, die in der French Système National des Données de Santé (SNDS) Datenbank aufgenommen worden waren. Drei Viertel von ihnen waren Frauen. Die Patienten waren zum Zeitpunkt der Operation 49 bis 68 Jahre alt. Neun von zehn Tumoren stellten sich als gutartig heraus. Siebeneinhalb Prozent der Patienten benötigten später eine erneute Operation, neun Prozent eine Strahlentherapie. Bei rund drei Prozent der Patienten wurde nach einem Rückfall eine stereotaktische Radiochirurgie durchgeführt.

Nach fünf Jahren waren noch knapp 93 Prozent der Patienten am Leben, nach zehn Jahren 85 Prozent. Frauen, jüngere Patienten und solche mit gutartigem Tumor hatten bessere Überlebensaussichten. Ungünstig für die Prognose war es hingegen, wenn wegen eines Rückfalls bzw. unkontrolliert wachsenden Meningioms eine erneute Operation oder weitere Therapien notwendig wurden.

 

Quelle:

Champeaux-Depond C et al. A nationwide population-based study on overall survival after meningioma surgery. Cancer Epidemiology 2021,70:101875; https://doi.org/10.1016/j.canep.2020.101875

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 12.04.2021 22:21