Gewichtsreduktion senkt Risiko für Gebärmutterkörperkrebs

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Bei starkem Übergewicht nach den Wechseljahren kann eine gezielte Gewichtsabnahme helfen, das persönliche Risiko für die Krankheit zu senken.

Starkes Übergewicht ist ein Risikofaktor für die Entstehung von Gebärmutterkörperkrebs, dem sogenannten Endometriumkarzinom. Nun bestätigten die Ergebnisse einer Studie in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology, dass Frauen nach den Wechseljahren umgekehrt ihr Risiko für die Krankheit senken können, wenn sie bei starkem Übergewicht ihr Gewicht gezielt und in vernünftigem Maße reduzieren.

Grundlage für die Untersuchung waren die Daten von knapp 36.800 Frauen im Alter von 50 bis 79 Jahren, die im Rahmen einer großen Beobachtungsstudie auch hinsichtlich der Entwicklung ihres Körpergewichts und dem Zusammenhang zu Krankheiten beobachtet wurden. Frauen, die im Laufe der durchschnittlichen elfjährigen Beobachtungszeit gezielt ihr Körpergewicht reduzierten, erkrankten seltener an Gebärmutterkörperkrebs. Dies galt besonders für fettleibige Frauen (BMI > 30). Umgekehrt stieg das Risiko für Gebärmutterkörperkrebs bei einer Gewichtszunahme von fünf Kilogramm und mehr, wobei am stärksten Frauen betroffen waren, die keine Hormontherapie gegen Wechseljahresbeschwerden durchgeführt hatten.

Stark übergewichtige und fettleibige Frauen, die die Wechseljahre bereits hinter sich haben, könnten ihr Risiko für Gebärmutterkörperkrebs senken, wenn sie ihr Körpergewicht auf vernünftigem Wege reduzieren würden, so die Studienautoren.

 

Quelle:

Rowan, J. L. et al.: Intentional Weight Loss and Endometrial Cancer Risk. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 6. Februar 2017, DOI: 10.1200/JCO.2016.70.5822

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 17.11.2017 13:18