Gesunder Lebensstil zur Vorbeugung von Leberkrebs

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Ein gesunder Lebensstil kann offenbar viel zur Vorbeugung von Leberkrebs beitragen.

Neben chronischer Hepatitis B und C bestimmt auch der Lebensstil das Risiko für Leberkrebs. Offenbar lässt sich einer neuen Studie in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention zufolge vor allem bei Patienten ohne Hepatitis B- oder C-Infektion durch einen gesunden Lebensstil das individuelle Risiko für die Erkrankung senken.

In der noch andauernden Kohortenstudie Singapore Chinese Health Study mit 63.257 Teilnehmern untersuchen Wissenschaftler unter anderem, wie sich das Zusammentreffen mehrerer die Gesundheit beeinflussender Lebensstilfaktoren wie Body Mass Index (BMI), Alkoholkonsum, Zigarettenrauchen, alternative mediterrane Diät und Schlafdauer auf das Risiko für Leberkrebs auswirkt. Die verschiedenen Lebensstilfaktoren wurden in einem Punkte- (Score-)System zusammengefasst. Dieser Score wurde speziell in der Gruppe derjenigen angewendet, die negativ auf Hepatitis B oder C getestet worden waren.

Nach durchschnittlich knapp 18 Jahren Beobachtungszeit waren 561 Teilnehmer an Leberkrebs erkrankt. Dabei hatten Personen mit einem höheren Punktescore als Ausdruck eines gesünderen Lebensstils ein signifikant niedrigeres Risiko für die Erkrankung. 

Nicht an Hepatitis B oder C Infizierte können demnach ihr Risiko für Leberkrebs durch einen gesunden Lebensstil senken, so die Einschätzung der Studienautoren. Die Studie habe gezeigt, dass es für die Prävention von Leberkrebs lohne, zu einem gesünderen Lebensstil anzuregen bzw. über die möglichen Folgen eines ungesunden Lebensstils, der sich etwa durch starkes Übergewicht, Rauchen, regelmäßigen Alkoholkonsum, fett- und kalorienreiche Ernährung und wenig Schlaf ausdrücke, aufzuklären. 

 

Quelle:

Luu HN et al. Composite Score of Healthy Lifestyle Factors and Risk of Hepatocellular Carcinoma: Findings from a Prospective Cohort Study. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, Onlinevorabveröffentlichung am 17. Dezember 2020, doi: 10.1158/1055-9965.EPI-20-1201

 

(KvK)

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