Gerötete Brust – ein Warnzeichen

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Eine Rötung und Schwellung der Brust kann ein Anzeichen für inflammatorischen Brustkrebs sein und sollte möglichst rasch abgeklärt werden.

Wenn die Brust gerötet ist und wie unter einer Entzündung anschwillt, sollte der Frauenarzt oder die Frauenärztin aufgesucht werden. Es muss dann abgeklärt werden, ob es sich um sogenannten inflammatorischen Brustkrebs handelt oder nicht.

Inflammatorischer Brustkrebs ist mit einem Anteil von einem bis sechs Prozent an allen bösartigen Brusttumoren selten. Jedoch handelt es sich um eine besonders aggressive Variante, die sich rasch über die Blut- und Lymphgefäße in den Körper ausbreitet und Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen, in anderen Organen bildet. Anzeichen von inflammatorischem Brustkrebs ist eine Rötung und Schwellung der Brusthaut, ohne dass Knoten zu fühlen wären. Oft schmerzt der gerötete Bereich und fühlt sich besonders warm an. Wenn diese Symptome auftreten, sollten sich die Betroffenen zeitnah einen Termin beim Gynäkologen holen, um den Befund abklären zu lassen. 

In der Regel werden eine Chemotherapie und Strahlentherapie durchgeführt. Handelt es sich um einen hormonempfindlichen Tumor, schließt sich eine antihormonelle Therapie an, bei HER2-positivem Tumor eine Anti-HER2-Antikörpertherapie. Auch eine Operation, bei der die Brust und befallene Lymphknoten entfernt werden, ist unter Umständen möglich. Nur bei einer frühzeitigen und konsequenten Behandlung kann Heilung erreicht werden. Es wird deshalb empfohlen, die Therapie in einem spezialisierten Zentrum durchzuführen.

 

Quelle:

Strauss A et al. Die „rote Brust“ – Hinweiszeichen einer gefürchteten Form des Brustkrebses. gynäkologie + geburtshilfe 2020; 25(2)

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 22.10.2020 16:24