Geburtsreihenfolge und Krebshäufigkeit im Kindesalter

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In einer dänischen Studie kann kein Zusammenhang festgestellt werden

Immer wieder wird die Vermutung geäußert, dass Kinder zunehmend mehr krebserregenden Einflüssen im Mutterleib wie auch in der Kindheit ausgesetzt sein könnten. Ob dem so ist, untersuchten Wissenschaftler, indem sie die Häufigkeit von Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Geburtskohorten in Dänemark verglichen. Über ihre Ergebnisse berichteten sie in der Fachzeitschrift Cancer Causes and Control.

Die Forscher stützten sich auf die Daten aller in Dänemark zwischen 1973 und 2010 geborenen Kinder. Unter den fast 2,5 Millionen Kindern erkrankten rund 5.700 noch vor dem 20. Lebensjahr an Krebs. Ein Vergleich der Geburtskohorten von 1973-1990 und 1991-2010 zeigte keine Unterschiede der Risiken für eine der bei Kindern möglichen Krebsarten. Auch wenn andere Faktoren wie Totgeburten, Geburtsgewicht und das Alter der Eltern bei der Geburt berücksichtigt wurden, ergab sich kein Zusammenhang zwischen der Geburtsreihenfolge und der Krebshäufigkeit.

Bei dieser großen Anzahl von Kindern konnte keine Veränderung der Krebshäufigkeit im Zusammenhang mit der Geburtsreihenfolge festgestellt werden, so die Zusammenfassung der Studienautoren.

 

Quelle:

Schüz, J. et al.: Birth order and risk of childhood cancer in the Danish birth cohort of 1973–2010. Cancer Causes & Control 2015, 26(11):1575-1582

 

(kvk)

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    Aktualisiert am: 22.09.2017 14:22