Gebärmutterkörperkrebs: Weltweit häufiger

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In der vergangenen Dekade nahm die Häufigkeit an Gebärmutterkörperkrebs in vielen Ländern zu.

Gebärmutterkörperkrebs, das sogenannte Endometriumkarzinom, ist bei Frauen weltweit die sechsthäufigste Krebsart. Wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of the National Cancer Institute berichteten, hat die Häufigkeit in den letzten Jahrzehnten zugenommen.

Die Forscher bezogen in ihre Studie die Daten aus bevölkerungsbasierten Krebsregistern ein, die weltweit zwischen 1978 und 2013 erhoben worden waren. Wie sich für die Jahre 2006/07 zeigte, variierte die Häufigkeit an Gebärmutterkörperkrebserkrankungen zwischen den Ländern stark, teilweise um mehr als das Zehnfache. Die höchsten Erkrankungsraten waren demnach in Nordamerika, Ost- und Nordeuropa mit beispielsweise 19 Erkrankungsfällen pro 100.000 weißen Frauen in den USA und der Slowakei zu verzeichnen. Die niedrigsten Erkrankungsraten traten in Ländern mit mittleren Einkommensverhältnissen wie Südafrika und Indien mit einem bzw. drei Erkrankungsfällen pro 100.000 Frauen auf. 

In den vergangenen zehn Jahren nahm die Häufigkeit an Gebärmutterkörperkrebs in 26 von 43 untersuchten Ländern zu. Den größten Zuwachs verzeichneten Südafrika und einige Länder in Asien. Betroffen waren mehrere aufeinanderfolgende Generationen. Nach Ansicht der Studienautoren war der größte Anstieg der Erkrankungshäufigkeit in Ländern mit schnell wachsendem sozioökonomischem Status zu beobachten.

 

Quelle:

Lortet-Tieulent J et al. International Patterns and Trends in Endometrial Cancer Incidence, 1978–2013. Journal of the National Cancer Institute, Onlinevorabveröffentlichung am 16. Oktober 2017, djx214, https://doi.org/10.1093/jnci/djx214

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 16.01.2018 16:09