Gebärmutterkörperkrebs: Nach der Operation bestrahlen

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Eine Brachytherapie durch die Scheide hindurch kann die Überlebensaussichten bei Tumoren im frühen Stadium verbessern.

Bei einer Erkrankung an Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom) im Frühstadium kann es sich lohnen, nach der Operation noch eine Strahlentherapie durchzuführen. Das zeigen die Ergebnisse einer Analyse von Daten aus der US-amerikanischen National Cancer Datenbank, die in der Fachzeitschrift Cancer veröffentlicht wurden.

Die Forscher identifizierten die Daten von rund 44.300 Frauen mit Gebärmutterkörperkrebs, von denen rund 33.400 an einem Tumor im Stadium IA und rund 11.000 an einem Tumor im Stadium IB litten. Nur knapp zwölf Prozent der Patientinnen mit Tumor Stadium IA und 48 Prozent derjenigen mit Tumor IB erhielten nach der Operation eine Strahlentherapie. Patientinnen, deren Gebärmutter von der Scheide aus mit einer sogenannten vaginalen Brachytherapie bestrahlt wurde, hatten ein geringeres Sterberisiko als Patientinnen ohne Strahlentherapie nach der Operation. Im Stadium IB war der Überlebensvorteil höher als im Stadium IA. 

Zu wenige Patientinnen mit Gebärmutterkörperkrebs im Frühstadium erhalten nach der Operation eine Strahlentherapie, dieses Fazit zogen die Studienautoren. Die Überlebensaussichten der Patientinnen könnten sich verbessern, wenn die zusätzliche Behandlung häufiger eingesetzt würde.

 

Quelle:

Rydzewski, N. R. et al.: Receipt of vaginal brachytherapy is associated with improved survival in women with stage I endometrioid adenocarcinoma of the uterus: A National Cancer Data Base study. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 10. August 2016, DOI: 10.1002/cncr.30228

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 22.09.2017 14:22