Gebärmutterkörperkrebs: Minimal-invasive Operation bringt gute Ergebnisse

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Ein Vergleich von herkömmlicher Operation und sogenannter Laparoskopie erbrachte keine Unterschiede in den Überlebenszeiten bei Patientinnen mit Gebärmutterkörperkrebs im Frühstadium.

Bei Gebärmutterkörperkrebs muss in der Regel eine Operation durchgeführt werden, bei der die Gebärmutter, die Eierstöcke, die Eileiter und die Lymphknoten entfernt werden. Dabei ist die minimal-invasive Operation („Knopflochchirurgie“) mittels Laparoskopie der herkömmlichen offenen Operation in puncto Effizienz offenbar ebenbürtig. Das geht aus einem Studienbericht in der Fachzeitschrift JAMA hervor.

An der Studie, die in Australien, Neuseeland und Hong Kong durchgeführt wurde, beteiligten sich 760 Frauen mit Gebärmutterkörperkrebs im Stadium I, also einem frühen Krankheitsstadium. Sie unterzogen sich entweder einer Laparoskopie oder der offenen Operation; in beiden Fällen wurde die Gebärmutter entfernt.

Während der viereinhalb Jahre Nachbeobachtungszeit war die Krankheit bei rund 81 Prozent der Patientinnen mit offener Operation und 82 Prozent der Patientinnen mit Laparoskopie zum Stillstand gekommen. Es gab zwischen den Gruppen weder einen Unterschied in der Rückfallrate (jeweils rund acht Prozent), noch im Gesamtüberleben. 

Mithilfe der laparoskopischen Entfernung der Gebärmutter kann bei Gebärmutterkörperkrebs im Stadium I offenbar ein ähnlich gutes krankheitsfreies Überleben erzielt werden wie mit der offenen Operation, so die Interpretation der Studienautoren. Dies solle bei der Wahl der Therapie berücksichtigt werden, zumal die minimal-invasive Operation deutlich weniger belastend für die Patientinnen ist als die offene Operation.

 

Quelle:

Janda, M. et al.: Effect of Total Laparoscopic Hysterectomy vs Total Abdominal Hysterectomy on Disease-Free Survival Among Women With Stage I Endometrial Cancer. A Randomized Clinical Trial. JAMA 2017, 317(12):1224-1233

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 21.09.2017 16:40