Gebärmutterkörperkrebs: Auf Herz und Kreislauf achten

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Nach einer Erkrankung an Gebärmutterkörperkrebs besteht langfristig ein erhöhtes Risiko für bestimmte Herzkreislauferkrankungen. Ein gesunder Lebensstil ist unbedingt zu empfehlen.

Nach einer Erkrankung an Gebärmutterkörperkrebs haben die betroffenen Frauen ein erhöhtes Risiko für Herzkreislauferkrankungen. Das geht aus den Ergebnissen einer Studie in der Fachzeitschrift Journal of the National Cancer Institute hervor.

Die Forscher analysierten die Daten von 2.648 Patientinnen aus den USA, die zwischen 1997 und 2012 eine Erkrankung an Gebärmutterkörperkrebs erlitten und diese dank der Therapie überlebten. Für die Kontrollgruppe wurden die Daten von 10.503 gleichaltrigen Frauen aus der Allgemeinbevölkerung herangezogen. 

In den ersten fünf Jahren nach der Gebärmutterkörperkrebsdiagnose hatten die Überlebenden im Vergleich zur Kontrollgruppe ein etwa zweifach erhöhtes Risiko für Gefäßentzündungen sowie Blutgerinnsel (Thrombosen und Embolien) und ein rund anderthalbfach erhöhtes Risiko für bestimmte Herzerkrankungen. Für einige der Erkrankungen blieb auch fünf bis zehn Jahre nach der Krebsdiagnose ein erhöhtes Risiko bestehen. 

In den ersten Jahren waren es offenbar vor allem die Strahlen- und Chemotherapie, die die erhöhten Herzkreislaufrisiken bedingten. Doch auch ein höheres Lebensalter und starkes Übergewicht hatten ihren Anteil an der Risikosteigerung.

Den Studienergebnissen zufolge sollte Patientinnen, die eine Erkrankung an Gebärmutterkörperkrebs überstehen, empfohlen werden, auch langfristig in besonderem Maße auf ihre Herzkreislaufgesundheit zu achten. Regelmäßige Kontrollen bis zu zehn Jahre nach der Diagnose sollten in Erwägung gezogen werden.

 

Quelle:

Soisson S et al. Long-term Cardiovascular Outcomes Among Endometrial Cancer Survivors in a Large, Population-Based Cohort Study. Journal of the National Cancer Institute 2018, 110(12):1342-51

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 17.06.2019 15:56