Gebärmutterkörperkrebs: Auf das Stadium und den Typ kommt es an

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Welche Therapie bei Gebärmutterkörperkrebs eingesetzt wird, hängt wesentlich vom Typ der Erkrankung ab.

Die vierthäufigste Krebserkrankung bei Frauen ist Gebärmutterkörperkrebs. Dabei unterscheiden Mediziner zwischen zwei Typen: dem Typ I, der auf Geschlechtshormone reagiert, und dem Typ II, der hormonunabhängig wächst und sich oft aggressiv verhält. Die Therapie muss, so ein zusammenfassender Artikel in der Fachzeitschrift Der Onkologe, dem jeweils vorliegenden Typ angepasst werden.

Demnach wächst Gebärmutterkörperkrebs vom Typ I oft nur langsam in die Gebärmutter hinein. Wenn er beginnt, sich darüber hinaus auszubreiten, geschieht das zunächst über die Lymphwege ins kleine Becken hinein, erst später dann auch über die Blutgefäße in entfernt liegende Organe. Gebärmutterkörperkrebs vom Typ II hingegen neigt schon frühzeitig dazu, in den Bauch zu streuen.

Dementsprechend muss die Therapie bei Typ II Gebärmutterkörperkrebs oft intensiver sein. Bei Typ I-Tumoren im frühen Stadium und mit niedrigem Risiko für einen Rückfall reicht eine Operation in vielen Fällen zur Heilung aus. Bei Tumoren mit hohem Risiko sowie bei Typ II-Tumoren hingegen kann das Rückfall- und Ausbreitungsrisiko durch eine unterstützende (adjuvante) Chemotherapie nach der Operation gesenkt werden. In manchen Fällen wird bei Gebärmutterkörperkrebs auch eine unterstützende Strahlentherapie empfohlen, um das Risiko für einen lokalen Rückfall zu senken. 

Wenn die Therapie abgeschlossen ist, wird eine regelmäßige Nachsorge empfohlen – in den ersten drei Jahren alle drei bis sechs Monate, in den darauffolgenden zwei Jahren einmal alle sechs Monate.

 

Quelle:

Schindelhauer A & Wimberger P. Endometriumkarzinom. Der Onkologe 2020, 26(2):187–200

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 22.10.2020 16:24