Gebärmutterhalskrebs: Häufigkeit geht weltweit zurück

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In Ländern mit Früherkennungsprogramm und HPV-Impfung gehen die Häufigkeit und Sterberate an der Erkrankung zurück.

Gebärmutterhalskrebs ist weltweit bei Frauen die vierthäufigste Krebsart und auch die vierthäufigste krebsbedingte Todesursache. Doch stabilisieren sich neuesten Untersuchungen zufolge die Zahlen - in Ländern, die ein Screeningprogramm zur Früherkennung und eine Impfung gegen krebserregende humane Papillomviren (HPV) anbieten, geht die Häufigkeit sogar zurück. Das geht aus einem Bericht in der Fachzeitschrift Cancer hervor.

In der Untersuchung stützten sich die Forscher auf die GLOBOCAN 2018-Datenbank mit Daten aus 174 Ländern, darunter 31 Ländern mit qualitativ verwertbaren Ergebnissen. Demnach stabilisierten sich in den vergangenen zehn Jahren die Häufigkeitsraten von Gebärmutterhalskrebs in zwölf Ländern. In 14 Ländern ging die Häufigkeit der Erkrankung zurück, in 18 Ländern verringerte sich die Sterberate. Am stärksten nahm die Häufigkeit an Gebärmutterhalskrebs in Slowenien, Brasilien, Kolumbien und Chile ab, die Sterberaten sanken am stärksten in Neuseeland, Südkorea und Dänemark. 

Die Forscher stellten einen Zusammenhang zwischen effizienten Screeningprogrammen zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs bzw. der Vorbeugung von HPV-Infektionen durch die Impfung und einem Rückgang der Krebsfälle her. Infektionen mit HP-Viren gelten mittlerweile als wichtigster Risikofaktor für Gebärmutterhalskrebs. Der beobachtete Trend in den Häufigkeiten und Sterberaten werde sich in den kommenden 15 Jahren fortsetzen, so die Prognose der Forscher.

 

Quelle:

Lin S et al. Worldwide Trends in Cervical Cancer Incidence and Mortality, With Predictions for the Next 15 Years. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 9. August 2021, DOI: 10.1002/cncr.33795

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 17.09.2021 15:30