Früh entdecken und klein halten

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Hellen Hautkrebs frühzeitig zu entdecken und zu behandeln kann größere Schäden der Haut verhindern.

Basalzellkarzinome der Haut, auch Basaliome genannt, können, wenn sie nicht diagnostiziert und entfernt werden, beträchtlich an Größe zunehmen. Dies kann unangenehme Folgen haben: Je größer die Tumoren sind, desto schwerer wiegen die Schäden, die sie in der Haut verursachen, und desto schwieriger sind sie zu behandeln. Das ergab eine Studie, deren Ergebnisse in der Fachzeitschrift Journal of the American Academy of Dermatology veröffentlicht wurden.

Die Forscher untersuchten, wovon die Entwicklung von Basalzellkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen der Haut – beides Formen von sogenanntem hellem Hautkrebs – nach der Diagnose abhängt. Basalzellkarzinome nahmen, sofern sie nicht behandelt wurden, im Verlauf an Größe deutlich zu; etwa um das Doppelte innerhalb von zwei bis acht Monaten nach der ersten Diagnose und auch danach noch. Bei Plattenepithelkarzinomen konnte ein solches Verhalten nicht beobachtet werden.

Risikofaktoren für größere Basalzellkarzinome waren ein höheres Lebensalter, männliches Geschlecht, fehlende Untersuchungen durch einen Arzt, aggressivere Tumortypen, Geschwürsbildung und Narbengewebe nach Verletzungen. Große Plattenepithelkarzinome kamen häufiger bei Männern vor und betrafen vor allem Arme und Beine.

Durch eine frühe Entdeckung von Basalzellkarzinomen der Haut könne es gelingen, so die Schlussfolgerung der Studienautoren, größere Tumoren zu verhindern und dadurch den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen.

Quelle:
Kricker, A. et al.: Basal cell carcinoma and squamous cell carcinoma growth rates and determinants of size in community patients. Journal of the American Academy of Dermatology 2014, 70(3):456-464

Ausführliche Informationen zu hellem Hautkrebs finden Sie hier auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.

(kvk)

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Aktualisiert am: 17.08.2017 17:03