Fortgeschrittener Nierenkrebs: Kombiniert behandeln, Lebensqualität erhalten

Nachricht vom 27.07.2022

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Die gesundheitsbezogene Lebensqualität leidet unter einer Kombination von Immcheckpointblocker und Tyrosinkinasehemmer nicht.

Bei fortgeschrittenem Nierenkrebs kann eine Erstbehandlung mit einem Immuncheckpoint-PD1-Blocker und einem Tyrosinkinasehemmer im Vergleich zu einem bereits langjährig bewährten Multikinasehemmer allein die Überlebensaussichten verbessern. Die gesundheitsbezogene Lebensqualität wird infolge dieser neuen Kombinationstherapie auch nicht eingeschränkt. Das zeigen die weiteren Analyseergebnisse der KEYNOTE-426-Phase III-Studie, die in der Fachzeitschrift European Urology veröffentlicht wurden.

In der Studie waren 861 Patienten bei fortgeschrittenem Nierenkrebs mit entweder einer Kombination aus PD1-Blocker und Tyrosinkinasehemmer oder einem alten bewährten Multikinasehemmer allein behandelt worden. Neben den Überlebensdaten wurden mittels standardisierter Fragebögen auch Daten zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität erfasst.

Dabei schnitt die neue Therapie keinesfalls schlechter ab als die alte: Die gesundheitsbezogene Lebensqualität war unter der Kombinationstherapie nicht schlechter, in manchen Punkten sogar besser. 

Die Studienergebnisse bestätigten nach Einschätzung der Studienautoren, dass Patienten mit fortgeschrittenem Nierenkrebs von der neuen Kombination aus Immuntherapie und Multikinasehemmer profitieren. 

 

Quelle:

Bedke J et al. Health-related Quality of Life Analysis from KEYNOTE-426: Pembrolizumab plus Axitinib Versus Sunitinib for Advanced Renal Cell Carcinoma. European Urology, Onlinevorabveröffentlichung am 15. Juli 2022, https://doi.org/10.1016/j.eururo.2022.06.009

 

(KvK)

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