Fortgeschrittener Leberkrebs: Wenn die Chemotherapie nicht ausreicht

Nachricht vom 25.04.2023

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Bei Leberkrebs, der trotz Chemotherapie über die Leberarterie weiter voranschreitet, kann eine neue Kombinationstherapie womöglich Überlebensvorteile bringen.

Wenn fortgeschrittener Leberkrebs nicht auf eine Chemotherapie über die Leberarterie (HAIC) anspricht, kann womöglich eine Therapie mit einem Tyrosinkinasehemmer und einem Immuncheckpoint-PD1-Blocker die Überlebensaussichten verbessern. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie, die in der Fachzeitschrift Cancer veröffentlicht wurden.

Für die Studie wurden 145 Patienten mit fortgeschrittenem Leberkrebs gewonnen, bei denen der Tumor auf eine HAIC nicht angesprochen hatte. Sie erhielten entweder HAIC in Kombination mit einem Tyrosinkinasehemmer oder HAIC in Kombination mit einem Tyrosinkinasehemmer und einem PD1-Blocker.

Die Kombination von Tyrosinkinasehemmer und PD1-Blocker zahlte sich aus, das Gesamtüberleben wurde dadurch signifikant länger als bei alleiniger Tyrosinkinasehemmertherapie. Und auch das weitere Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt, war signifikant länger. 

In der Studie habe die Kombination von HAIC, Tyrosinkinasehemmer und PD1-Blocker bei Patienten mit fortgeschrittenem Leberkrebs, die auf eine HAIC nicht angesprochen hatten, vielverspreche Überlebensvorteile erbracht, so die Zusammenfassung der Studienautoren. 

 

Quelle:

An C et al. Postprogression treatment of lenvatinib plus PD-1 inhibitor in advanced hepatocellular carcinoma refractory to HAIC. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 7. April 2023, https://doi.org/10.1002/cncr.34764

 

(KvK)

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