Fortgeschrittener Gallengangskrebs: Zweite Chemotherapie möglich

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Hat die erste Chemotherapie versagt, kann bei fortgeschrittenem Gallengangskrebs eine zweite Therapie versucht werden. Manche Patienten profitieren davon.

Auch wenn bei fortgeschrittenem Krebs der Gallengänge eine erste Chemotherapie versagt hat, kann es unter Umständen lohnen, einen zweiten Versuch zu starten. Bei manchen Patienten, so das Ergebnis einer Studie in der Fachzeitschrift Cancer, ließe sich die Krankheit dadurch länger kontrollieren.

An der Studie aus Frankreich hatten rund 600 Patienten mit fortgeschrittenem Gallengangskrebs teilgenommen. Alle hatten eine erste Chemotherapie hinter sich, ein Drittel von ihnen bekam eine zweite Chemotherapie, nachdem die erste nicht oder nicht mehr genügend anschlug. Von 186 Patienten schließlich lagen die Ergebnisse vor: 22 hatten teilweise auf die Therapie angesprochen, bei 70 konnte die Krankheit infolge der Zweittherapie stabilisiert werden. Unterschiedliche Wirkungen der verschiedenen Therapieregime in der Zweittherapie bezüglich der Überlebens- und krankheitsfreien Zeiten gab es nicht.

Insgesamt, so die Studienautoren, sei die Prognose bei fortgeschrittenem Gallengangskrebs ungünstig, weshalb dringend neue Therapien entwickelt werden müssten. Dennoch könnten manche Patienten von den derzeit verfügbaren Zweitlinientherapien profitieren, wenn sie auf die erste Behandlung nicht mehr genügend ansprechen.

 

Quelle:

Brieau, B. et al.: Second-line chemotherapy for advanced biliary tract cancer after failure of the gemcitabine-platinum combination: A large multicenter study by the Association des Gastro-Entérologues Oncologues. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 5. Juni 2015, DOI: 10.1002/cncr.29471

(kvk)

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Aktualisiert am: 23.06.2017 11:26