Fortgeschrittenen Leberkrebs zweifach angreifen

Nachricht vom 14.05.2024

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Eine Immuntherapie mit zwei Checkpointblockern kann womöglich die Überlebensaussichten langfristig verbessern.

Eine doppelte Immuntherapie mit einem Anti-CTLA4-Antikörper und einem Anti-PD1-Antikörper kann bei nicht-operablem Leberkrebs langfristig Überlebensvorteile bringen. Das bestätigen die aktualisierten Ergebnisse der Phase III-HIMALAYA-Studie, die in der Fachzeitschrift Annals of Oncology veröffentlicht wurden.

An der Studie nahmen Personen teil, die an fortgeschrittenem, nicht mehr operablem Leberkrebs erkrankt waren. Sie erhielten eine systemische, also im ganzen Körper wirkende Immuntherapie mit einem Anti-CTLA4-Antikörper und einem Anti-PD1-Antikörper oder den Anti-PD1-Antikörper allein oder einen bereits bewährten Multikinasehemmer. 

Die doppelte Immuntherapie verbesserte das Gesamtüberleben signifikant: Nach drei Jahren waren erheblich mehr Personen, die sie erhalten hatten, als Personen, die mit dem Multikinasehemmer behandelt worden waren, noch am Leben. Gleiches galt nach vier Jahren. Die Überlebensvorteile zeigten sich bei allen untersuchten Untergruppen. Von den Langzeitüberlebenden aus der Gruppe mit doppelter Immuntherapie benötigten mehr als die Hälfte keine nachfolgende Therapie gegen den Leberkrebs mehr. Unerwartete späte Nebenwirkungen traten nicht auf.

Das Langzeitüberleben könne bei fortgeschrittenem nicht-operablem Leberkrebs durch die doppelte Immuncheckpointblockade im Vergleich zum Multikinasehemmer verbessert werden, so das Fazit der Studie. 

 

Quelle:

Sangro B et al. Four-year overall survival update from the phase III HIMALAYA study of tremelimumab plus durvalumab in unresectable hepatocellular carcinoma. Annals of Oncology 2024, 35(5):448-57

 

(KvK)

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