Fit hält gesund

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Egal ob dick oder dünn: Sind Herz und Kreislauf fit, ist die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu sterben, geringer

Sind Herz und Kreislauf fit, ist die Chance, eine Krebserkrankung zu überleben, größer. Auf diese einfache Formel kommen Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Annals of Oncology, nachdem sie die Ergebnisse mehrerer Studien untersuchten.

Die Forscher fassten die Daten aus sechs Studien mit insgesamt mehr als 71.500 Personen zusammen, von denen rund 2.000 an Krebs gestorben waren. Die Studienteilnehmer waren durchschnittlich mehr als 15 Jahre lang begleitet worden. Je fitter sie waren, desto geringer war ihre Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu sterben. So hatten Teilnehmer mit einer hohen Herz-Kreislaufbelastbarkeit gegenüber jenen, deren Herz-Kreislaufsystem nur wenig belastbar war, ein um fast die Hälfte reduziertes Risiko, an Krebs zu sterben. Dieser Zusammenhang bestand unabhängig davon, ob starkes Übergewicht (Adipositas) vorlag oder nicht. Er zeigte sich bei Patienten mit Krebs des Darms, der Lunge, der Brust und der Leber.

Die Gründe für den Zusammenhang liegen offenbar noch im Bereich der Spekulation, wobei nach Aussage der Forscher verschiedene Einflussfaktoren in Frage kommen, etwa die Empfindlichkeit gegenüber Insulin, chronische Entzündungen, Steroidhormone, Zellwachstumsfaktoren und Prozesse der Zellregeneration und –vermehrung. Auch Einflüsse der Ernährung könnten nicht ausgeschlossen werden. Um die Fitness von Herz und Kreislauf zu stärken, genüge bereits ein Ausdauertraining von mittlerer Intensität 150 Minuten oder hoher Intensität 75 Minuten pro Woche.

 

Quelle:

Schmid, D. & Leitzmann, M. F. et al.: Association between physical activity and mortality among breast cancer and colorectal cancer survivors: a systematic review and meta-analysis. Annals of Oncology 2014, doi:10.1093/annonc/mdu250

(kvk)

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Aktualisiert am: 27.06.2017 17:13